Vob Kambodscha über Philippinen und Indonesien nach Dubai

Sonntag, 30.06.2013

Heyho meine Lieben,

 

meine Zeit im Ausland ist ja nun zu Ende und ich befinde mich seit etwas mehr als einem Monat wieder in Deutschland. Ich habe mich wieder gut eingelebt und die Zeit verfliegt hier wie im Fluge, hauptsächlich aufgrund meiner vielen Bewerbungsgespräche überall im Lande. Nun habe ich es aber endlich mal geschafft, den letzten Teil meines Blogs fertig zu schreiben. Darin sind die letzten 6 Wochen meiner Reise von Kambodscha über die Philippinen und Indonesien bis nach Dubai Bestandteil.

Wie bereits im letzten Eintrag erwähnt, war mein erster Stopp in Kambodscha Siem Reap, welches die Stadt etwa 5 km von Angkor entfernt ist und in dem sich meine Unterkunft befand. Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches, welches sich von Thailand über Laos und Kambodscha bis Vietnam erstreckte. Laut meinem Reiseführer sollte man etwa 3 Tage einplanen, um das gesamte Gebiet von Angkor zu erkunden. Man muss nämlich wissen, dass sich die Tempelruinen etwa auf 100 km² erstrecken. Um die Gegend zu erkunden, gibt es prinzipiell 2 Möglichkeiten. Entweder man nimmt ein Tuk-Tuk inklusive Fahrer, der den ganzen Tag für einen bereit steht und auf einen wartet oder man mietet sich ein Fahrrad und fährt die Route selber ab. Ich habe letzteres gemacht, da es zum einen günstiger (1€ pro Tag) und es zum anderen gleichzeitig ein bisschen Sport war. Nachtteilig war, dass ich etwas mehr Wasserausdunstung hatte, die mit massivem Wasserkonsum ausgeglichen wurde. Am ersten Tag besorgte ich mir ein Ticket, welches für 3 Tage gültig ist und 40$ kostet. Ich entschied, dass ich an diesem Tag den sogenannten „Grand Circuit“ abfahre, welches mehr oder weniger die äußeren Tempelruinen beinhaltet. Nach etwa 9 h Fahrer- und Lauferei bei mehr als 30°C und Sonnenschein durch verschiedene Anlagen hatte ich genug und machte mich auf dem Heimweg. Auf diesen sah ich eine Gruppe Affen, die von anderen Touristen gefüttert wurden. Ich hatte auch noch eine Banane übrig, sodass ich diese einem kleinen Affen gab, sprich er nahm sie aus meiner Hand. Als ich auf dem Weg zu meinem Fahrrad war, musste ich noch an einem Babyaffen vorbei. Da ich diesem wohl etwas zu nah kam, sprang ein Affenmännchen fast auf mich drauf. Glücklicherweise war ich schneller als dieser ;) Am ersten Tag habe ich sehr viele interessante Ruinen gesehen. Die wohl bekannteste ist „Ta Prohm“, welche den Spitznamen „Tomb Raider“-Tempel hat und als Kulisse für den Film „Lara Craft - Tomb Raider“ war, welche bestimmt viele von euch kennen. Am zweiten Tag machte ich mich extrem früh auf (gegen 5 Uhr), um den Sonnenaufgang über dem wohl berühmtesten Tempel in Angkor, Angkor Wat, zu sehen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so früh aufzustehen, da es ein sehr atemberaubender Anblick war und sich die Farben an dem Tempel für eine kurze Zeit etwas verändert haben. Zudem konnte man am Morgen die Masse an Touristen etwas umgehen, von denen es dort zwischen 10 und 16 Uhr nur so wimmelt. Nachdem ich auch das Innere und den Turm in der Mitte von Angkor Wat erkundet hatte, führte mich mein Weg nach Angkor Thom, welches die letzte Hauptstadt des Khmer Empires war. Es misst etwa 4 km² und ist von einer Steinmauer umgeben. Dort verbrachte ich mehrere Stunden, bis ich alles gesehen hatte. Nachdem diese Anlage abgearbeitet war, hatte ich die wichtigsten Ruinen in Angkor gesehen. Da ich einen weiteren Tag in Siem Reap hatte, entschied ich mich, das Angkor Museum anzuschauen. Leider muss ich sagen, dass wenn man bereits die Tempelanlagen gesehen hat, das Museum einem recht wenig Neues liefert. Einen weiteren Stopp machte ich in den Gewürzgarten von Siem Reap, jedoch war dieser auch eher nur ein kleiner Zeitvertreib, nicht mehr und nicht weniger. Schlussendlich kann ich sagen, dass sich die Ruinen von Angkor wirklich extrem lohnen und jedem weiterempfehlen würde. Es handelt sich um ein Unikat in der Welt, welches man sicher so kein zweites Mal in der Welt sieht. Am nächsten Tag ging es nach Phnom Penh, welches die Hauptstadt von Kambodscha ist. Die Fahrt von Siem Reap dauerte etwas mehr als 4 h, obwohl es nur etwa 250 km sind. Grund sind die schlechten Straßenverhältnisse. Jedoch war der Bus sehr luxuriös und komfortabel, da dieser neue Sitze besaß, welche der ersten Klasse im Flugzeug ähnelte. In Phnom Penh angekommen, suchte ich mir ein Tuk-Tuk und wurde zu meinem Gasthaus gebracht. Am Abend erkundete ich ein wenig die nähere Umgebung und da ich nach mehreren Wochen Reis und Nudeln etwas Europäisches brauchte, kaufte ich mir eine gute, alte Pizza. Am Abend versuchte ich mit Hilfe der Allianz Bank eine Lösung für meine Kreditkarte zu finden, da bereits einen Tag vorher Probleme mit meiner MasterCard hatte, sprich ich konnte keinerlei Bezahlung mehr tätigen, da ein Fehler mit dem SecureCode der MasterCard auftrat. Diese meinten jedoch, dass von ihrer Seite alles normal wäre. Somit konnte ich ab diesem Zeitpunkt verschiedene Sachen wie Flüge nur noch mit Hilfe von Paypal bezahlen. Leider bieten nur wenige Firmen dieses an, sodass ich immer etwas länger suchen und meistens ein paar Prozent mehr bezahlen musste. Den kompletten nächsten Tag nutzte ich, um mir die Stadt anzuschauen. Ich war in einem alten Gefängnis, in welchem Ende der 70-iger Jahre während der Diktatur mehrere 10000 Kambodschaner gefoltert und getötet wurden und nun als Erinnerungsstätte genutzt wird. Außerdem schaute ich mir das Olympia-Stadium und den umliegenden Park, sowie den Königspalast, den Hauptmarkt und den Hügeltempel an. Zum Abschluss besuchte ich noch das Nationalmuseum, welches jedoch sehr enttäuschend war, da es kaum etwas über die eigentliche Geschichte Kambodschas erzählte, sondern viel mehr über Angkor und die Umgebung. Dazu hatte ich ja aber bereits in Siem Reap genügend Informationen. Nachdem ich den ganzen Tag  unterwegs war, nutzte ich den Abend, um etwas zu regenerieren und mich auf die Weiterreise auf die Philippinen vorzubereiten. Am nächsten Morgen ging mein Flieger zunächst nach Kuala Lumpur, wo ich etwa 5 h Aufenthalt hatte. Von da ging es dann nach Manila, der philippinischen Hauptstadt. Vielleicht noch eine kurze Randnotiz. Manila ist mit 12 Millionen Einwohnern die größte Stadt, die es in Südostasien gibt und ich auf meiner gesamten Reise besucht habe. Da ich erst gegen 21 Uhr dort eintraf, konnte ich keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und musste ein Taxi in Anspruch nehmen. Zunächst konnten wir das Hostel nicht finden, weil ein Straßenschild fehlte. Nach kurzem Suchen fanden wir es jedoch. Als ich aus dem Auto stieg, war ich zunächst baff, da der Sicherheitsmann eine doppelläufige Schrottflinte herumtrug. Ich dachte für einen kurzen Moment, dass ich mich wohl in einem Problemviertel befinde. Jedoch wurde mir auf der Reise durch die Philippinen recht schnell klar, dass es Gang und Gebe ist, Sicherheitspersonal in der Umgebung von Hotels, Tankstellen, Banken uvm. zu haben. Weiterhin wird  beim Betreten von S-Bahn-Stationen, großen Supermärkten etc. routinemäßig der Rucksack durchsucht. Um ehrlich zu sein, fühlt man sich dadurch im ersten Moment etwas unsicher, jedoch nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt und empfindet es sogar als hilfreich und angenehm. Am ersten Abend lernte ich noch 2 Mädels von England kennen, die im selben Zimmer schliefen wie ich. Am nächsten Morgen wollte ich mir Gedanken machen, wie ich am besten zu meinem ersten Ziel, den Reisterrassen in Banue, komme. Daher fragte ich im Hostel nach, welche mir eine Adresse für ein Busunternehmen gaben. Nachdem ich mein Zeug gepackt hatte und ein Busticket kaufen wollte, kam eine Mitarbeiterin vom Hostel zu mir und informierte mich, dass ein anderer Gast denselben Plan hätte. Ich suchte diesen und er erzählte mir, dass er gerne den Nachtbus nehmen wolle. Es handelte sich dabei um einen etwa 50-jährigen Engländer, der Dave hieß. Außerdem hatten die beiden Engländerinnen vom Vorabend ebenfalls schon ein Ticket für den Bus, weswegen wir versuchten, auch ein Ticket für den gleichen Abend zu bekommen. Grund war einfach, dass wir versuchen wollten, zusammen eine Tour in Banue zu buchen, da diese dadurch deutlich günstiger waren. Natürlich ist der höhere Spaßfaktor nicht außer Acht zu lassen. Somit machten Dave und ich uns am Vormittag auf den Weg zum Busunternehmen. Wir nahmen die S-Bahn und besorgten uns ein Bus-Ticket für denselben Abend. Leider fuhren wir jedoch mit einem anderen Bus als die beiden Mädels. Wir machten uns aber aus, dass wir uns dort treffen würden. Den restlichen Tag verbrachte ich noch in der Innenstadt von Manila. Dort schaute ich mir u.a. das alte, spanische Fort und den „Nationalpark“ an. Ihr müsst nämlich wissen, dass die Philippinen bis 1898 unter spanischer Kolonialherrschaft standen, weswegen man noch im ganzen Land verteilt alte, spanische Gebäude und Bauwerke sieht. Aufgrund der immer größeren, philippinischen Freiheitsbewegung und der Unterstützung der Amerikaner, zogen sich die Spanier aus dem Land zurück. In den nächsten, knapp 50 Jahren waren es nun aber die Amis, die die Philippinen als Kolonialstaat besetzten. Daher ist auch noch heute der Einfluss der Amerikaner sehr ausgeprägt. Zum einen hat es den Vorteil, dass alle Filipinos von Anfang an in der Schule Englisch lernen, wodurch man mit fast alle kommunizieren kann. Auf der anderen Seite haben sie aber auch die Essgewohnheiten dieser übernommen, sprich es gibt sehr viel Fast Food und fettige Mahlzeiten. Außerdem gibt es kaum einheimische Gerichte und im Großen und Ganzen schmeckt das Essen nicht allzu besonders. Aber genügend genörgelt! Nachdem ich mir die Innenstadt angeschaut habe, welche mich nicht wirklich umgehauen hat, ging es zum Hostel. Nach dem Sachen packen fuhren wir mit dem Taxi gegen 20 Uhr zur Busstation. Dort angekommen, stiegen wir direkt in den Bus. Als ich saß, war ich zunächst total froh, am Gang zu sitzen, da ich so meine Beine ausstrecken könnte. Zusätzlich muss man noch sagen, dass die Busse definitiv nicht für Leute über 1,70 m gebaut sind. Kurz vor dem Losfahren kamen dann noch mehr Leute mit Plastikstühlen in den Bus, die sich dann in die Gänge platzierten! Daher war die etwa 8-stündige Fahrt nicht unbedingt sehr erholsam. In Banue selber empfingen uns mehrere Einheimische, die uns alle Unterkünfte und Touren anboten. Dave und ich suchten uns zunächst einen Platz, wo wir gemütlich Frühstücken konnten. Ein Tourführer erklärte uns währenddessen, welche Möglichkeiten es gibt, um die Gegend zu erkunden. Da die meisten Angebote zu teuer waren, da wir nur 2 Teilnehmer wären, entschieden wir uns zunächst für keine Variante. Nun hatten wir aber das Glück, dass eine andere Gruppe, die aus zwei Holländerinnen und einem slowenischen Pärchen bestand und mit demselben Bus angereist waren, direkt am Nebentisch saßen. Diese diskutierten ebenfalls über die Touren, entschieden sich aber recht schnell für einen Zweitages-Ausflug mit einer Nacht in Batad. Da mich diese Tour auch gereizt hat, erkundigte ich mich, ob wir beide uns der Gruppe anschließen könnten. Sie bejahten und somit war klar, dass wir sehr schnell doch noch eine günstige Tour gefunden haben. Wegen den beiden englischen Mädels tat es uns leid, aber zum einen hatten wir keinerlei Kontaktdaten von ihnen und zum anderen erzählte uns ein Hotelangestellter, dass sich ihr Hotel etwa 20 km entfernt befinden würde. Nachdem die wichtigsten Sachen im Handgepäck verstaut waren, ging es mit einem Jeep zum Ausgangspunkt der Wanderung. Unser Guide war Mitte 30 und ein Einheimischer, der gut Englisch reden konnte und uns viele Sachen erklärt und zeigt hat. Nachdem wir etwa 3 h gelaufen sind, erreichten wir die ersten, kleineren Reisterrassen und liefen in das im Tal liegende Dörfchen. Dort gab es ein kräftiges Mittagessen. Am Nachmittag hatten wir eine weitere etwa 3 h Tour entlang der Terrassen zum Höhepunkt, den Batad Reisterrasse. Nach etwa 30 min startete es dann zu Regen. Dieser wurde so stark, dass man dachte, jemand schüttet Wassereimer aus. Die gesamten Wege standen unter Wasser und es bildeten sich an verschiedenen Stellen reißende Wasserfälle. An einer Stelle war es besonders kritisch, da sich dort ein Stück Hang löste und wir etwa 2 m zu überbrücken hatten. Zurückgehen war keine Option und einen anderen Pfad gab es nicht. Schlussendlich haben wir es trotzdem geschafft, obwohl diese Stelle schon sehr schwierig war. Nach etwa 1 h hörte der Regen auf. Wir waren alle komplett durch :D Zum Glück hatten ich einen Schirm mit und konnte somit meinen Rucksack mit den Wechselsachen trocken halten. Außerdem war es nicht allzu kalt, sodass man zunächst auch in nassen Sachen nicht friert hat. Zudem hatten wir noch das Pech, dass der Strom in Batad ausgefallen ist, sodass wir auch keine Möglichkeit hatten, unsere Klamotten zu trocknen geschweige denn eine warme Dusche zu nehmen. Daher gab es noch ein gutes Abendessen mit einem Bierchen und dann ging es recht zeitnah schlafen. Am nächsten Morgen konnten wir mit trockeneren Sachen die Batad Terrasse noch einmal besser begutachten. Sie ähnelt recht stark einem Amphitheater, d.h. einem Halbkreis. Der Morgen war für einen sehr schönen Wasserfall mit kleiner Schwimmeinlage reserviert. Auf dem Weg dahin trafen wir noch die beiden Engländerinnen, mit denen wir eigentlich vorhatten, zu wandern. Diesmal tauschten wir Nummern aus und verabredeten uns für den nächsten Tag in Banue.  Der letzte Abschnitt unserer Tour führte uns zu der letzten Reisterrasse, wo wir auch mit dem Jeep wieder abgeholt wurden. Auch auf diesem etwa 3 h Weg startete auf dem letzten Drittel der Regen, jedoch war dieser im Vergleich zum Vortag nur mäßig. Als wir wieder zurück in Banue waren, verbrachten Dave und ich noch eine Nacht dort. Mit den Mädels erkundeten wir am nächsten Tag noch die kleineren Terrassen in Banue und in der Nacht ging es mit den beiden wieder zurück nach Manila. Dave dagegen blieb noch ein wenig in der Gegend von Banue. In Manila fuhren wir direkt mit dem Taxi zum Flughafen, da die beiden Engländerinnen einen Flug am Nachmittag hatten und ich einen am Abend hatte. D.h. ich "durfte" am Flughafen über 14 h auf meinen Flug nach Puerto Princesa warten. Sie flogen auf eine andere Insel weiter. Wir vereinbarten, trotz dessen weiterhin in Kontakt zu bleiben. In Puerto Princesa blieb ich 2 Nächte, da ich mir den berühmten Untergrundfluss anschauen wollte. Da man für diesen eine extra Genehmigung braucht und jeden Tag nur 500 Menschen in diese Höhle gelassen werden, musste ich am nächsten Tag bereits um 5.00 Uhr an der Genehmigungsstelle warten, um recht sicher ein Ticket zu bekommen. Dort angekommen, wurde ich von einem Tour-Organisator auf eine Liste geschrieben, wodurch mir um 8.30 der Zugang zum Ticket-Büro ermöglicht wurde. Etwa gegen 9.30 hatte ich endlich mein Ticket erstanden und musste nun noch 1 h warten, bis uns schlussendlich ein Minibus zur 1,5h-entfernten Anlegestelle brachte. Dort duften wir erneut auf die "Fähre" warten, die uns zu dem Strand fuhr, wo abschließend die Bootstour in den Untergrundfluss stattfand. Nach 15 min war diese vorbei und wir machten uns auf den Rückweg. Zwischendurch hielten wir noch für unser Mittagessen, welches wir etwa 16 Uhr zu uns nahmen. Außerdem hielten wir noch in einem Souvenirshop für 30 min und wurde an meinem Hotel gegen 19 Uhr abgesetzt. Letzten Endes muss ich sagen, dass der Untergrundfluss sehr interessant war, jedoch den gesamten Zeitaufwand von etwa 14 h definitiv nicht gerecht wird. Falls ich jemals wieder dorthin fahre, besorge ich mir ein Ticket frühzeitig und nehme ein eigenes Transportmittel. Meine Reise führte mich danach weiter nach El Nido, wo ich mir ein nettes und günstiges Hotel suchte. Es Nido ist berühmt für seine herrlichen, kleinen, unbewohnten Insel, die etwas vorgelagert sind. Ich buchte zwei Tagesausflüge, sogenannte Island-Hoppings. Dabei fährt man mit einem kleinen Boot auf 4 bis 5 verschiedene Inseln, kann an bestimmten Plätzen schnorcheln gehen oder einfach nur den Strand genießen. Weiterhin wird ein frisches Mittagessen an einen kleinen Strandabschnitt gegrillt bzw. zubereitet, welches aus Fisch, Fleisch, Gemüse und einer Menge Obst bestand. Jeder dieser Ausflüge dauerte etwa 7-8 h. Die Abende verbrachte in jeweils im Hotel. Einen Abend hatte ich Abendessen im Restaurant, welches Spaghetti Bolognese war. Schon der Geschmack war nicht wirklich gut, da die Nudeln nicht voll gekocht waren und die Soße auch etwas gewöhnngsbedürftiges hatte. Eine Stunde danach hatte ich solche Bauchkrämpfe, dass ich nach einer weiteren Stunde das Essen wieder herausgewürgt habe. Das verdeutlicht nochmal, dass das philippinische Essen wirklich schrecklich war, da ich nirgends vergleichbare Probleme hatte. Erwähnenswert ist womöglich noch, dass ich am ersten Abend in El Nido ein Migräneanfall hatte, welcher ebenfalls mein einziger auf meinem gesamten Abenteuer war. Nach 2 Tagen nahm ich die 6-stündige Fähre nach Coron Island. Besser gesagt war er mehr ein Boot, welches genau so aussah wie die kleinen Boot der Tageskursen, nur um einiges größer war. Während der Überfahrt wurde die Hälfte der Leute teilweise oder total mit Wasser vollgespritzt und die letzte Stunde fiel der Motor einige Mal aus, sodass wir nur noch mit halber Leistung zu unserem Ziel fuhren. In Coron selber hatte ich leider im Voraus keine Unterkunft Buchen können, da meine Kreditkarte ja nicht mehr funktionierte. Daher machte ich mich zu Fuß auf den Weg, ein geeignetes Hotel zu finden. Nach einer Stunde intensiven Suche bei über 30 Grad habe ich am Ende glücklicherweise dasselbe Hotel gefunden, welches ich sowieso online buchen wollte. Es war ein recht günstiges Hotel, welches gleichzeitig noch ein Tauschgeschäft beinhaltete. Dies war sehr vorteilhaft für mich, da ich sowieso vorhatte, zu tauchen. Noch eine kurze Info zu Coron Island. Um diese Insel befinden sich eine Menge japanischer Wracks, die während des 2. Weltkrieges von den Amerikanern versenkt wurden, und zudem nicht zu tief liegen (von 18 bis 38 m). Bereits am Abend lernte ich eine Schwedin und eine Amerikanerin kennen, mit denen ich dann am nächsten Tag zusammen auch auf demselben Tauchboot war, wo wir uns besser kennenlernten. Am ersten Tag wählte ich nur den letzten Tauchgang, da dieser der flachste war und ich erst einmal selber sehen wollte, wie ich mit den Tauchverhältnissen zurechtkomme. Jedoch war es unabhängig wie viele Tauchgänge man bucht, denn man war den gesamten Tag auf dem Boot. Der letzte Tauchgang war ein weiteres Wrack, wo wir auch hinein tauchten. Da dies meine erste Erfahrung mit Wracks war, war es natürlich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, und ich konnte es nicht vollkommen genießen. Als wir wieder auf das Boot kletterten, war ich aber total stolz auf mich selber und konnte nun die Eindrücke auch verarbeiten. Auf den Boot gab es auch immer die Verpflegung für den Tag, sprich Mittagessen und kalte Getränke. Den Abend verbrachte ich mit den beiden Mädels. Zunächst hatten wir eine gute Mahlzeit und danach hatten wir noch ein, zwei Bierchen im Zimmer, u.a. auch, da die Schwedin uns am nächsten Tag verließ. Am nächsten Tag buchte ich 2 Tauchgänge, einmal in ein Wrack und dann noch an ein herrliches Riff. Bei dem Wrack tauchten wir am Anfang in eine Luke, wo es Innen stockduster war und man seine eigene Hand nicht vor den Augen erkennen konnte. Natürlich hatten wir eine kleine Taschenlampe, jedoch orientierte man sich meistens am Vordermann! Außerdem konnte ich meine erste Schildkröte unter Wasser sehen :) An diesen Tag waren auch wieder ein älteres, südafrikanisches Paar mit, welches sehr nett war. Sie erzählten eine Menge von Südafrika und das es der gefährlichste Ort der Welt ist, d.h. täglich mehr Menschen sterben als irgendwo in der Welt. Zudem besaßen sie eine Unterwasserkamera, mit der sie viele Fotos und vor allem Videos machten, die sie mir am letzten Abend gaben. Ich lernte eine Neuseeländerin mit indonesischen Wurzeln kenne, die ebenfalls mit uns tauchen war. Am Abend war ich mir ihr und der Amerikanerin etwas essen, diesmal super leckere Pasta mit Sahne-Lachs-Soße. Es wird also deutlich, dass es auch in den Philippinen möglich ist, gute Mahlzeiten zuzubereiten :) Am dritten Tauchtag besuchten wir einen See, der eine Verbindung zum Meer hat. Die oberen etwa 12 m sind Süßwasser, darunter befindet sich nur noch Salzwasser. Zunächst ist das Wasser recht frisch, jedoch wenn man die Schwelle zwischen den beiden Wassersorten erreicht, wird es auf einmal total heiß, d.h. es ist mindestens eine Differenz von 10 Grad. Geht man nun wieder tiefer, wird das Wasser selbstredend wieder etwas kühler. Außerdem kann man zwischen 10 und 14 m betrachten, dass das Wasser total trüb erscheint, d.h. man denkt im ersten Moment, irgendetwas ist nicht ok mit der Maske. Dieser Effekt tritt ebenfalls durch den großen Temperaturunterschied und die Vermischung der beiden Wassersorten auf. Mein letzter Tauchgang war ebenfalls ein Wrack. Eigentlich hatte ich vor, am nächsten Tag noch einen weiteres Wrack zu sehen, jedoch war dieses bei etwa 34 m, wo der Tauchguide meinte, es wäre doch etwas zu tief für mich. Man muss noch dazu wissen, dass ich eigentlich nur bis 18 m tauchen darf, da bei größeren Tiefen der Versicherungsschutz erlischt. Aber es ist nicht illegal, mich bis 30 m zu nehmen. Daher durfte ich auch die anderen Tauchgänge mitmachen. Somit hatte ich meinen letzten Tag auf Coron für mich selber und nutzte diesen, um einige Dinge zu erledigen. Außerdem lief ich zu einer Aussichtsplattform, von der man Coron-Stadt und die umliegenden Inseln sehen kann. Den Abend verbrachte ich wiederum mit den beiden Mädels und am nächsten Morgen ging es für mich zum Flughafen von Coron. Von da flog ich zurück nach Manila, um von da meine Reise nach Indonesien fortzusetzen. Diesmal musste ich auf dem Flughafen von Manila nur etwa 6 h warten :D Von da ging es weiter nach Singapur, wo ich Mitternacht ankam. Da mein Anschlussflug nach Denpasar, dem Flughafen in Bali, erst um 9 Uhr abhob, musste ich mir einen Schlafplatz auf dem Flughafen in Singapur für die Nacht sorgen. Nach etwa 10 min suche fand ich einen Indoor-Kinderspielplatz, welcher komplett gepolstert war. Ich legte mich dann in eine Art Haus und konnte ohne Probleme über 6 h schlafen :) Am Nachmittag landete ich dann endlich in Denpasar, Bali, wo ich in ein Hostel in Kuta eincheckte. Ich wollte zunächst nicht wirklich in Bali bleiben, da ich erst einmal relaxen wollte. Daher schaute ich mich schon frühzeitig nach Alternativen um. Einige Leute hatten mir bereits die Gili Inseln empfohlen und ich hatte mich auch selber informiert, sodass ich mir sicher war, dort als erstes hinzureisen. Die Gili's liegen zwischen Bali und Lombok und bestehen aus 3 kleinen Inseln, wobei Gili Trawangan noch die größte ist. Im Hostel gab es auch ein Angebot, das sowohl den Transport zum Hafen, als auch die Fähre nach Gili Trawangan, sowie die Rückreise, organisiert. Dies nutzte ich auch gleich und konnte bereits am nächsten Morgen losfahren. Auf Gili Trawangan hatte ich keine Unterkunft gebucht, da es zeitlich nicht mehr möglich war, sodass ich mich wiederum zu Fuß aufmachte, um eine geeignete Unterkunft zu finden. Das einzige Hostels auf der Insel war leider schon voll, sodass ich weitere Alternativen abklapperte. Ich fand "Aquaddiction", welches zunächst nicht sicher war, ob es noch freie Räume hat. Nach 30 min warten bekam ich dann jedoch ein Bett in einem Schlafsaal mit 10 Leuten, was letzten Endes wie ein Hostel war. Außerdem war auch hier der Vorteil, dass sie direkt einen eigenen Tauchshop hatten. Zunächst buchte ich nur für 3 Nächte, da ich noch nicht sicher war, wie es mir gefällt. Aber mir war von Anfang an klar, dass ich dort nur relaxen möchte, sprich ab und an tauchen und ansonsten faul am Strand liegen. Für den darauffolgenden Tag buchte ich bereits einen Tauchgang, wo die höchste Wahrscheinlichkeit besteht, einen Hai zu sehen. Während der kurzen Einweisung wurde uns erklärt, dass die Strömung hier extrem stark ist. Sowohl auf der Oberfläche als auch unter Wasser. Als wir dann unter Wasser waren, wusste ich, von was sie gesprochen haben. Man wurde teilweise mehreren Metern nach links und dann wieder nach rechts "geschleudert", ähnlich wie auf einer Schaukel. Und selbst jegliche Meeresbewohner hatten dasselbe Problem, was schon sehr lustig war. U.a. sahen wir eine Schildkröte, die mit einer Alge stark zu kämpfen hatte, da es sie immer wieder nach vorne und hinten schleuderte. Aber es hat sich trotz dessen gelohnt, da wir 2 Haie gesehen haben. Diese waren zwar einige Meter von uns entfernt und nur etwas größer als 1 m, jedoch zählen ja der gute Wille und die Anwesenheit. Den darauffolgenden Tag war ich nur faul und am Abend folgte ich ein paar Leuten vom Hostel zum abendlichen Markt, wo man allerlei frische Produkte kaufen und verspeisen konnte, sprich herzhaft oder süß. Die Nacht ließen wir in einem irischen Pub ausklingen, welche ebenfalls eine Disco war. Auch den nächsten Tag verbrachte ich am Strand, jedoch lief ich vorher um die Insel, um nicht zu faul zu sein ;) Zudem hatte ich noch ein weiteres Event am Abend, denn ich machte ein Nachttauchgang mit, wodurch ich im Anschluss auch das Zertifikat für weitere, solcher Tauchgänge bekam. Wir tauchten etwa 5 min bevor die Sonne untergegangen war unter und konnten richtig mitbekommen, wie es dunkler und dunkler wurde, bis man ohne die extra dicke Taschenlampe gar nicht mehr gesehen hätte. Aber auch so war das Gefühl zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach wenigen Minuten dachte man darüber gar nicht mehr nach. Im Dunklen sieht auch die Unterwasserwelt deutlich anders aus. Im Lichtkegel unserer Lampen schwamm am Anfang ein Löwenfisch, der dadurch seine Beute, extrem kleine Fische, besser sah und blitzschnell zuschnappte. Wir waren sozusagen ein willkommener Helfer :) Insgesamt hat es viel Spaß in der Nacht gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen. Am selben lernte ich noch Anne kennen, ebenfalls eine Deutsche. Mit ihr hatte ich sehr viele lustige Momente und nachdem ich sowieso meinen Aufenthalt auf den Gili's verlängern wollte, fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr Bali zu erkunden. Nach einem Tag Überlegung stimmte ich zu, da mein eigentlicher Gedanke, in Bali nur am Strand zu liegen, mir schlussendlich zu öde erschien. Insgesamt verbrachte ich auf Gili Trawangan 6 Nächte und war hauptsächlich am faulenzen. Jedoch war ich noch ein weiteres Mal tauchen. Ich machte noch meine Lizenz zum Tieftaucher, d.h. ein Tauchgang mit verschiedenen, kleinen Übungen bei 30 m, sodass ich nun ohne Probleme immer 30 m tief gehen kann. Da ich ja aber bereits auf den Philippinen 28 m tief war, stellte dies keine größere Herausforderung für mich da. Was man noch erwähnen muss, ist, dass auf den Gili's keinerlei motorisierten Verkehrsmittel erlaubt sind, d.h. die einzigen Fortbewegungsmittel sind Kutschen mit Pferden oder Fahrräder. Das ist wirklich total entspannt und macht die Inseln noch mal um einiges schöner. Und um ehrlich zu sein, brauchen sie diese auch nicht. Gili Trawangan, wie gesagt die größte, ist gerade einmal 4 km lang und 1 km breit, sodass man etwa 2 h braucht, um herum zu laufen. 

Mit der Fähre und Minibus wurde ich schlussendlich zum Hostel in Kuta zurück gebracht und warte dort auf Anne, die ebenfalls wie abgemacht am selben Tag zum Hostel kam. Wir verbrachten eine Nacht dort und liehen uns jeweils am nächsten Morgen für 5 Tage einen Scooter aus. Ich muss noch dazu sagen, dass es meine Idee war, Scooter zu mieten, da es mir am sinnvollsten erschien. Außerdem waren wir nicht nur zu zweit, sondern Selene, die Italienerinnen, mit der ich bereits einige Tage in Thailand verbrachte und welche mir in meiner Not des Portemonnaiesdiebstahles Geld geliehen hatte, kündigte sich einige Tage vor dem geplanten Trip an. Sie wollte eigentlich erst Ende Mai nach Indonesien bzw. Bali kommen, hatte aber mit einer Kollegin ein kleines Problem und kündigte eher, sodass sie auch eher nach Bali flog. Da es vom Timing super klappte und sie die Idee mit dem Scooter toll fand, schloss sie sich uns an :) Nachdem wir die Scooter vom Hostel gemietet hatten, ging es zunächst in die Innenstadt von Kuta zur Polizei, da Anne keinen internationalen Führerschein hatte und sich unter vorgetäuschten Tatsachen eine kurzzeitige, indonesische Erlaubnis besorgte. Sie bezahlte 15 €, jedoch ist das immer noch besser, als die Strafe von bis zu 60 € für Fahren ohne internationalen Führerschein. Danach führte uns unsere Reise zu der ersten Tempelanlage. Dabei handelt es sich um einen Tempel, der sich auf einer Insel befindet und man nur in der Zeit 2h vor und 2h nach der Ebbe zu Fuß erreichen kann. Der zweite Stopp in Bali war der königliche Tempel. Dort sollte man etwa 10 € Eintritt bezahlen, um hinein zu gelangen. Wir schummelten uns einfach mit einer europäischen Reisegruppe hinein, obwohl diese hauptsächlich aus Rentner bestand. Da jedoch keiner etwas sagte, sparten wir so ein paar Euros :) Danach machten wir uns auf in die „Gebirge“ von Bali. Dort war es dann schon deutlich kälter, obwohl wir „nur“ etwa 1000 m hoch waren. Leider hätte ich das nicht gedacht, sodass ich auch keinen Pullover eingepackt hatte. Dadurch war es speziell auf dem Scooter recht kalt. Da es bereits Abend war, als wir in Bedugul angekommen sind, entschieden wir uns, nach einer Unterkunft Ausschau zu halten. Wir fanden ein sehr nettes Hotel, die uns auch bereitwillig eine zusätzliche Matratze ins Zimmer legten, da es sich nur um ein Doppelbett handelte. Nach einer kleinen Runde im Dorf und einem Abendessen, tranken wir noch ein Bierchen auf der Terrasse und gingen recht früh schlafen. Am nächsten Morgen erkundeten wir den Lake Beratan und die daran liegende Tempelanlage. Zum Mittag erreichten wir dann den Gitgit Wasserfall. Man musste dort einen kleinen Eintritt bezahlen, jedoch im Preis inklusive war ein Tourguide, der uns die Umgebung etwas näher erläutert hat. Dadurch konnte man einige neue Dinge lernen, u.a. zeigte er uns auch Kakao- und Kaffeesträucher. Zum Abschied gaben wir ihm noch ein kleines Trinkgeld, da er so nett und informativ war. Nach einer längeren Fahrt erreichten wir dann schlussendlich unser Tagesziel, den Mt. Batur. Auf dem Weg dahin sprach uns ein Einheimischer an, der uns eine gute Unterkunft in dieser Gegend besaß. Er erläuterte sein Hotel und es klang recht vielversprechend, sodass wir ihm gleich folgten. Außerdem wollten wir eh in diese Gegend, sodass wir ihm ohne Probleme einfach hinterherfahren mussten, ohne uns Sorgen über den Weg zu machen. Die Fahrt war jedoch schon etwas komisch und schlussendlich auch nervig, da uns dauernd irgendwelche Einheimischen eine Unterkunft und Touren anbieten wollten. Und das wohlgemerkt während der Fahrt! Am Hotel angekommen, hatte Anne nicht mehr so ein gutes Gefühl mit der Entscheidung, und wollte so schnell wie möglich weg. Grund war, dass wir die einzigen Gäste waren. Außerdem versuchten sie uns für die morgendliche Führung auf den Mt. Batur, welcher ein inaktiver Vulkan ist, zu überreden. Zunächst dachte ich darüber nach, jedoch ohne die beiden Mädels wollte ich es auch nicht machen. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht, und letzten Endes gab es auch keinerlei Probleme mit dem Hotel. Wir aßen Abendessen im gegenüberliegenden Restaurant, da unsere Küche bereits um 19 Uhr zu gemacht hatte. Am Morgen machten wir uns zu den heißen Quellen in der Nähe auf, wobei wir uns dann doch entschieden, diese nicht zu besuchen, da sie nicht allzu toll aussahen. Daher fuhren wir lieber nach Penelokan, wo wir uns einen weiteren Tempel anschauten und von dort einen herrlichen Blick über den Mt. Batur und das danebengelegene Tal hatten. Man konnte von dieser Anhöhe erkennen, dass noch ein großer Teil des Berges mit schwarzem Lavagestein bedeckt ist. Dieser wird in Bali für verschiedene Skulpturen und Buddhas genutzt und kontinuierlich abgebaut. Zum Mittag erreichten wir den Besakih Tempel, der an einen Berg gebaut ist. Ich schaute mir diesen an, da die beiden anderen genügend gesehen hatten. Leider konnte ich nicht ins Innere gehen, da ich dafür weiteren Eintritt hätte zahlen müssen, was mir niemand am Eingang erzählt hat. Das ist auch ein Punkt, der das Reisen in Bali sehr nervig macht, da man überall Extrakosten hat, die nirgends erwähnt werden. Als letztes Tagesziel wollten wir noch Tulamben erreichen, wo sich das Schiffswrack der USS Liberty befindet. Dieses Wrack ist sehr einfach zu erreichen, da der Beginn sich nur etwa in 50 m Entfernung vom Strand und in 8 m tiefe befindet. Zudem handelt es sich um ein sehr großes Schlachtschiff, das noch in sehr gutem Zustand ist. Die Fahrt dahin war jedoch weniger schön. Wir fuhren direkt in den Regen und mussten mehrere Pausen machen, da es ab und an aus Kübeln goss. Außerdem verfuhren wir uns ab und an, da die Ausschilderung eine Zumutung war. Schlussendlich brauchten wir für etwa 100 km um die 4h!, erreichten aber am Abend Tulamben. Dort besorgten wir uns ein Hotelzimmer. Nebenbei lernten wir noch eine weitere Deutsche kennen, die bereits am Vortag die USS Liberty tauchte. Mit ihr ging es dann in ein Restaurant, wo wir alle ein super leckeres Essen hatten. Den darauffolgenden Tag tauchten Anne, ein Instruktor und ich ebenfalls zum Wrack. Zunächst wollte Anne nicht mitkommen, jedoch konnten wir sie schlussendlich überzeugen und sie war danach total happy. Ich fand das Wrack auch sehr interessant, jedoch hatte ich ein paar Probleme mit meiner Taucherbrille, sodass ich den Tauchgang nicht 100 % genießen konnte. Nachdem wir auch dieses Erlebnis abgehakt hatten, war unser letztes Ziel auf unserer Tour Ubud. Da die eine Deutsche auch nach Ubud musste, nahm ich sie auf meinem Scooter mit. Zunächst war es etwas schwierig, jedoch bekommt man nach wenigen Minuten ein Gefühl dafür. Außerdem bin ich auch nicht mehr ganz so schnell gefahren. In Ubud schauten wir uns am nächsten Tag den „Monkey Forest“, die große Einkaufspassage und die Innenstadt an. Die Affen hatten schon etwas sehr lustig, obwohl sie auch recht aggressiv und hinterlistig waren. Einmal haben sie versucht, Annes Beutel mit dem Apfelstrudel zu klauen, was jedoch nur die Ecke des Beutels kostete :D Nach einem relaxten Tag in Ubud ging es dann wieder zurück nach Kuta ins Hostel. Wir gaben ein Scooter ab und behielten die anderen beiden, da wir noch etwas durch Kuta fahren wollten. Da ich bereits am selben Abend in Richtung Dubai weiterfliegen sollte, nutzte ich den Tag noch zum Shoppen. Ich kaufte neue Schuhe, Flip-Flops, T-Shirts, eine Hose und ein Basketball-Shirt. Am Abend waren wir 3 dann noch gemütlich Essen, und danach ging es ans Good-Bye sagen. Beide Mädels heulten fürchterlich ;) Spaß beiseite. Es war aber dennoch schon ein trauriger Abschied, da ich mich mit beiden sehr gut verstanden habe. Am Flughafen gab es dann noch eine kleine Irritation, da die Fluglinie noch eine Angelegenheit beim Check-In mit mir klären musste. Nach erstem Schock, erklärte mir der Herr, dass die Fluglinie nur eine Bestätigung meines PayPal-Accounts benötige, da ab und an Probleme mit PayPal-Zahlungen auftreten würden. Nachdem ich ihm die Bestätigung gegeben habe, hebte mein Flieger in Richtung Doha ab. Eine Zwischenlandung gab es zudem in Singapur, jedoch flogen wir mit demselben Flugzeug nach einer Stunde weiter. Am frühen Morgen landeten wir in Doha, wo ich einen 3 h-Aufenthalt im Flughafen hatte. Der Anschlussflug nach Dubai landete am späten Vormittag und von da nahm ich die Metro, welche seit 2 Jahren nutzbar ist, zum 30-minütig entfernten Hostel. Dieses ist das einzige seiner Art direkt in Dubai und kostete trotz dessen stolze 22€ pro Nacht inklusive Frühstück. Zur Fortbewegung nutzte ich hauptsächlich die Metro. Ich besorgte mir jeweils Tagestickets, die bei etwa 4 € lagen. Den Nachmittag nutzte ich, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen und mir bereits ein Ticket für den Burj Khalifa, dem zurzeit höchsten Gebäude der Welt, zu kaufen, da dies wiederum mit meiner Kreditkarte online nicht funktionierte. Der erste Eindruck ist natürlich verblüffend und man kann manchmal gar nicht glauben, was es alles verrücktes mitten in der Wüste gibt. Das prägendste ist natürlich der Burj Khalifa, aber auch die "Dubai-Mall" ist so unglaublich. Der Food-Court nimmt fast eine halbe Etage ein und bietet fast alle möglichen Varianten von Mahlzeiten. Von McDonalds, KFC über asiatische, griechische, italienische und arabische Küche, über deutsche Ketten wie Vapiano und Nordsee bis hin zum Sushi. So eine riesige Auswahl habe ich noch in keinem anderen Land bzw. Einkaufszentrum gesehen. Am Abend schaute ich dann das Champions League Finale zwischen Dortmund und München, was leider die Borussia mit 1:2 verloren hat. Zu trinken gab es alkoholfreies, deutsches Bier, da ich kein alkoholisches auftreiben konnte. Muslimen ist es nämlich verboten, Alkohol in jeglicher Art und Weise zu sich zu nehmen, was wie gesagt den Kauf schwierig macht. Schlussendlich macht es aber auch keinen großen Unterschied, wie ich mitbekommen habe, da es recht ähnlich schmeckt. Am zweiten Tag nahm ich mir vor, die Stadt besser zu erkunden. Dafür nutzte ich zunächst die Metro, und fuhr ans andere Ende der Linie. Dadurch konnte man bereits die verschiedenen Bezirke voneinander trennen, d.h. es gab das Business-, Luxus- und Wohnviertel. Danach machte ich mich auf, die „Palm-Insel“ zu sehen. Da keine direkte Verbindung mit der Metro besteht, beschloss ich, den Weg zu laufen. Das stellte sich am Ende als nicht so gute Idee heraus, da die Entfernung schon größer war als gedacht. Auf der Insel angekommen, wollte ich bis zum anderen Ende laufen, da ich zunächst keine andere Möglichkeit sah. So lief ich insgesamt bis fast zum Ende und zurück, was mich etwa 3-4 h kostete und ich leider nur recht wenig gesehen habe. Von da unten erkennt man halt einfach nicht, wie es in voller Größe aussieht. Diese Entfernung in dieser Hitze war zurückblickend auch ein Wahnsinn, die ich sicher in dieser Art nicht mehr auf mich nehmen werde. Am Nachmittag schaute ich mir noch die Emirates-Mall an, die ähnlich der Dubai-Mall ist. Dort integriert befindet sich die Ski-Halle, welche man durch große Fenster bestaunen kann. In der Dubai-Mall wiederum befanden sich eine Eisfläche zum Schlittschuhfahren, ein Wasserfall, ein „Freizeitpark“ und ein riesen Aquarium, welches nur so von Fischen wimmelt und man sogar darin tauchen gehen kann. Den Abend ließ ich ganz in Ruhe in der Innenstadt ausklingen. Der komplette nächste Tag war für den Burj Khalifa verplant. Gegen 15 Uhr nahm ich den Fahrstuhl zu der Aussichtsplattform, die sich ungefähr in 450 m Höhe (124 Etage) befindet. Der gesamte Turm ist jedoch über 800 m, weswegen man sich schon ein wenig verarscht vorkommt. Der Anblick ist trotz dessen phänomenal! Ich stand ja bereits auf dem World Trade Center in NY, aber das war ein vollkommen anderes Kaliber. Außerdem konnte man hier viel weiter schauen, da kaum andere Gebäude die Sicht versperrten. Da ich leider keine Karte für einen späteren Zeitpunkt ergattern konnte, nahm ich mir ein Buch mit und blieb bis gegen halb 8 auf dem Turm, um den Sonnenuntergang als auch die Stadt bei Nacht zu betrachten. Nachdem ich wieder „festen Boden“ unter meinen Füßen hatte, fuhr ich zum Hostel und holte meine Sachen ab. Von daher ging es schnurstracks zum Flughafen, wo mein Flieger in der Nacht Richtung Istanbul und weiter nach Berlin gehen sollte. Gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit landete ich in Berlin Schönefeld, wo mich Mum und Micha schon sehnsüchtig erwarteten. Damit war meine einjährige Reise durch Australien, NZ, Südostasien und Dubai vorbei. Es handelte sich im Übrigen wirklich um genau 366 Tage, da ich am 28.5.12 weggeflogen und am 28.5.13 wiedergekommen bin. Ich hatte eine supergeile Zeit in allen Ländern und bin total froh, dass ich ein solches Abenteuer gemacht habe, welches ich im Leben so sicher nicht mehr machen werde. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, so viele verschiedene Orte gesehen und mich persönlich weiterentwickelt.

 

Kambodscha:

AngkorAngkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor Angkor

 

Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh Phnom Penh

 

Philippinen:

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4 Wochen Thailand :)

Montag, 22.04.2013

Hallihallo alle zusammen,

 

Ich befinde mich jetzt in Kambodscha, besser gesagt in Siem Reap, was etwa 10 km entfernt von den berühmten Angkor Tempelruinen (u.a. Angkor Wat) liegt. Die letzten 4 Wochen habe ich in Thailand residiert und in diesem Blog möchte ich euch das erlebte näher bringen. Zunächst müssten mich drei verschiedene Flieger von Auckland nach Phuket bringen. Am internationalen Flughafen von Melbourne gab es noch eine kleinere Verzögerung. Ich saß bereits im Terminal und wartete nur noch, ins Flugzeug einsteigen zu können, da kam die Durchsage, dass alle Passagiere inklusive Flugpersonal und Security nochmal durch den Sicherheitscheck müssen. Grund war eine Sicherheitslücke. Insgesamt dauerte dieses Unterfangen etwa 2 h und mein Flieger startete mit derselben Verspätung. Da ich in Singapur aber genügend Zeit zum Umsteigen hatte, ergaben sich für mich keinerlei Probleme. Am Flughafen in Phuket kam ich recht spät an, sodass ich notgedrungen ein Taxi zum etwa 40 km entfernten Phuket Stadt, wo sich mein Hostel befand, nehmen musste. Insgesamt hatte ich 3 Nächte in Phuket Stadt, da ich am 23.3. in Koh Phangan sein wollte, wo am 25. die bekannteste Party in Thailand stattfand, die Full Moon Party. Daher schaute ich mir am ersten Tag Phuket Stadt an. Jedoch kann man sich das sparen, da es überhaupt nix zu sehen gibt. Nur die Halbinsel Phuket im gesamten hat sehr schöne Sandstrände. Daher unternahm ich den 2 Tagen einen Ausflug in das Gebiet Phang nga, welches aus 140 einzelnen Inseln besteht. Dabei handelte es sich um eine geführte Tour mit einen Boot und allem inklusive. Wir fuhren zu 4 verschiedenen Inseln. Jeweils 2 Personen hatten ein Kanu, welches wiederum von einem Einheimischen gesteuert wurde. Dabei erkundeten wir verschiedene Höhlen, die je nach den Gezeiten nur bedingt befahrbar waren. Im inneren hatte man oft sogenannten Lagunen, d.h. es befand sich ringsherum hohe Klippen. Es war ein sehr gelungener Ausflug und ich habe dort meinen ersten, frei lebenden Affen gesehen sowie ein thailändisches Ritual im Dunklen mitgemacht.

Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga Phang nga

 

Am nächsten Morgen machte ich mich auf nach Koh Phangan, welches ich nach einer 10 h Fahrt mit Bus und Fähre erreichte. Insgesamt würde die Strecke etwa nur 6 h dauern, jedoch herrschte das reinste Chaos unter den Touristenführern. Wie auch immer. Auf der Insel angekommen, brachte mich ein Taxi in den Ort, wo ich bleiben sollte. Jedoch wusste der Fahrer und etwa die halbe Stadt nicht, wo sich mein Hostel befindet :D Nach 30 min suchen fand ich es dann mit der Hilfe von anderen Hostels. Ich muss auch sagen, dass es kein Hostel im ursprünglichen Sinn ist, sondern es sich mehr um 2 Zimmer mit Duschen und Toiletten im Hinterhaus eines Reisebüros handelte. Jedoch war es sauber, hatte eine Klimaanlage und die Betten waren sehr bequem! Da die Insel nicht viel zu bieten hat, relaxte ich den nächsten Tag am Strand. Am Abend machte ich mich mit ein paar Leuten zur Dschungelparty auf, was sich am nächsten Morgen als nicht allzu glücklich erwies, da ich einen kleinen Hangover hatte, und das zum Tag der eigentlichen Party :D Außerdem gab es noch ein kleines Problem bei der Rückfahrt aus dem "Dschungel". Iwie erwischte ich das Taxi in die falsche Richtung, weswegen ich etwa 10 km zurücklaufen müsste, da ich nicht erneut Geld ausgeben wollte. Nach etwa 1 h nahm mich ein netter Engländer mit seinem Scooter mit, der eh in meinen Ort musste. Ich bin immer noch der Meinung, dass es die Schuld vom Taxifahrer war, dass er mich in die falsche Richtung gebracht hat. Die Full Moon Party startete sehr gut. Zunächst schminkten wir uns im Hostel (u.a. war auch Selene, eine Italienerin, mit der ich zusammen im Hostel in Tasmanien war, mit an Bord) und danach ging es auf eine Straße zur Pre-Party. Gegen 23 Uhr machten wir uns an den Strand, wo die Hauptparty stattfand. Etwa 15 verschiedene Bühnen waren aufgebaut und es wimmelte nur so von Menschen bzw Betrunkenen :D Wir liefen von der einen Seite zur anderen, was so um die 1 km sind. Danach mischten wir uns etwa unter die Leute. Die Party hat wirklich Spaß gemacht, jedoch gegen 3 Uhr stellte ich dann fest, dass wohl jemand mein Portemonnaie gestohlen hat. Natürlich begab ich mich sofort zum Hostel, um meine Kreditkarten sperren zu lassen. Ja, an diesem Abend war ich so dumm, und nahm mein gesamtes Portemonnaie mit, weiß der Geier warum. Somit stand ich nun ohne EC- und Kreditkarten als auch Geld da. Glücklicherweise half mir Selene aus und hob für mich eine große Geldsumme ab, nachdem ich ihr australische Dollar überwiesen hatte (Überweisung war noch möglich). Außerdem machte ich mich am nächsten Tag zur Touristenpolizei auf, um meinen Umstand zu schildern. Letzten Endes war das aber für die Katz, da sie nix von mit gefunden haben und nur einen thailändischen Polizeibericht bekam. Also insgesamt hatte ich großes Unglück, aber im selben Moment Glück, dass sie nur die 50 € bar aus dem Portemonnaie und keinerlei Geld von meinen Bankkonten entwendeten sowie Selene mir aushalf, sodass ich meine Reise recht unbedenklich fortsetzen konnte.

Full Moon Party

 

Am letzten vollen Tag auf Koh Phangan nahmen Selene und ich die Fähre nach Koh Samui, wo wir die Insel mit jeweils einem Scooter erkundeten. Wirklich lohnenswert war dies nicht, da es mehr um eine Strand-und Partyinsel handelt, jedoch fuhr ich zum ersten Mal Scooter, weswegen es schon etwas Besonderes hatte.

  Koh Samui Koh Samui Koh Samui Koh Samui Koh SamuiKoh Samui

 

Am nächsten Tag machte ich mich auf nach Koh Tao, welches als das Paradies für Tauchanfänger gilt. Ich entschied mich bereits einige Tage zuvor, meinen "Open Water Diver" (OWD) beim dem Unternehmen Big Bubble zu machen, wovon ich von anderen Leuten gehört hatte und was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte. Mein Kurs begann bereits am ersten Tag auf der Insel, indem wir ein längeres Video zum Tauchen schauten. Insgesamt waren wir 6 Leute (2 Deutsche, 2 Italiener, Brasilianer und Holländer) und unser Tauchlehrer war auch ein Italiener, der jedoch bereits einige Jahre auf Koh Tao lebt. Nachdem wir am 2 Tag am Vormittag Theorie paukten, ging es am Nachmittag daran, die ersten Sachen in der Praxis umzusetzen. Zunächst wurde ohne Ausrüstung getaucht, was mir ehrlich gesagt sehr schwer fiel, da ich nicht unbedingt ein Ass im Tauchen bin. Nachdem wir die volle Ausrüstung angelegt hatten, wurde die erste längere Zeit in etwa 2 m Tiefe verbracht. Nachdem wir ein paar Fähigkeiten geübt hatten, wurde ich etwas sicherer und entspannter. Den Abend ließen wir bei einem gemütlichen Bierchen an der Stammkneipe der Tauchschule ausklingen. Der 3 Tag startet mit einer weiteren Theorie und endete mit der theoretische Prüfung, die letzten Endes sehr leicht ist und man recht viele Fehler machen kann (10 von 50). Am Nachmittag wurde dann wieder getaucht. Wir übten erneut einige Fähigkeiten, wie das Abnehmen der Tauchermaske unter Wasser, das Kommunizieren sowie das Ab- und Auftauchen. Außerdem hatten wir unseren ersten, vollen Tauchgang für 40 min auf etwa 8 m. Die Unterwasserwelt so nah zu sehen ist schon etwas beeindruckendes! Am letzten Tag wurde es dann ernst. Am Vormittag vollzogen wir unsere praktische Prüfung zum OWD. Dabei tauchten wir in eine Tiefe von 18 m und verbrachten etwa 30 min auf 15 m. Der zweite Tauchgang war dann nur noch eine Zugabe und zum Genießen :) Insgesamt muss ich sagen, dass ich nach den ersten Tauchgängen etwas skeptisch war, ob ich weiterhin nach meinem Zertifikat Tauchen gehen möchte. Jedoch am Ende hatte ich wirklich viel Spaß und werde sicher in meinem Leben die eine oder andere Möglichkeit wahrnehmen, neue Tauchgebiete zu erkunden. Womöglich schon auf den Philippinen :) In Koh Tao selber verbrachte ich noch einen Tag, um etwas am Strand zu relaxen und die Insel zu erkunden. Außerdem hatte ich dort meine erste, 1-stündige Thai-Massage für umgerechnet 5 €. Das ist wirklich eine unglaublich entspannende und günstige Art, um vollkommen zu relaxen :)

TauchschuleTauchschule Tauchschule Tauchschule Tauchschule 

Koh TaoKoh Tao Koh Tao Koh Tao

 

Am nächsten Morgen nahm ich dann die Fähre zum Festland und von da den Bus nach Bangkok, wo man mich am Abend ablieferte ;) Mein Hostel befand sich nur etwa 5 min von der Ko San Road entfernt, welche einige von euch wohl aus Hangover Part 2 kennen. An den nächsten 2 Tagen war Sightseeing angesagt. Dabei legte ich einige 10 km zurück und sah eine Menge Tempelanlagen. Des Weiteren erfreute ich mich über Chinatown, dem Shopping-Distrikt, einigen weiteren, kulturellen Einrichtungen wie Museen und wunderschönen Parkanlagen. Ich habe viele Leute im Hostel kennengelernt und die Nächte waren niemals langweilig. An einem Abend waren wir auf dem höchsten Gebäude in Bangkok, dem Skytower (ebenfalls aus Hangover Part 2). Es war wirklich ein phantastischer Ausblick. Der Eintritt ist frei, man sollte aber mindestens ein Getränk zu sich nehmen, was u.a. bei einem Bier für 7 €, schon recht teuer für thailändische Verhältnisse ist. Den Abend ausklingen ließen wir auf der berühmten Route 66. Ja so heißt eine sehr berühmte Partymeile in Bangkok.

Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok Bangkok

 

Am Sonntag, den 7.4., ging es dann weiter Richtung Sukhothai (6h Bus). Das sogenannte "Old Sukhothai" ist eine alte Stadt, die vor etwa 500 Jahre das Zentrum Thailands war. Zurückgeblieben sind Tempelruinen, die sich auf mehrere Quadratkilometer verteilen. Um diese zu erkunden und selber nach Old Sukhothai zu gelangen, mietete ich für 2 Tage ein Scooter (war ja schon Profi ;) ). Am 2 Tag fuhr ich zum etwa 50 km entfernte Si Satehanalai Historical Park, welches ebenfalls Tempelruinen beherbergt. Dieser hat mir sogar besser gefallen als Old Sukhothai, wobei mich beide nicht gerade umgehauen haben und ich etwas mehr erwartet hatte. Dieser Eindruck bestätigte sich nun, als ich in Angkor war und gesehen habe, was wirkliche Tempelruinen sind, die einem dem Atem rauben. Insgesamt war es jedoch ein gelungener Einstieg, der einen Tagesausflug wert ist. Nach 2 Tagen packte ich meine Koffer und es ging in Richtung Chiang Mai, welches sich im Norden von Thailand befindet und eine erneute Busfahrt von 6 h nach sich zog.

Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai Old Sukhothai

 

In Chiang Mai angekommen, checkte ich in mein Zimmer ein, welches aus 4 Betten bestand. Bereits einen Tag früher war Mari, eine US-Amerikanerin, angekommen. Nachdem ich etwas zur Ruhe gekommen war, unterhielten wir uns ausgiebig und wir machten uns zusammen auf, etwas essbares zu finden. Am nächsten Tag schaute ich mir die alte Innenstadt an, die mir sehr gefiel. Zum einen war nicht alles total zugebaut, zum anderen gab es einen guten Mix aus vielen alten, und wenigen neuen Gebäuden. Des Weiteren waren die Leute sehr freundlich und es war nicht so überlaufen wie die meisten Plätze in Thailand. Viele Leute haben mir vorher erzählt, dass sie Chiang Mai wirklich genossen haben, was ich nur bestätigen kann. Jedoch war dies nicht der Hauptgrund, warum ich zu diesem Zeitpunkt in diese Gegend gefahren bin. Hauptsächlich lag es daran, dass in Chiang Mai das größte und längste Songkran-Fest gefeiert wird. Es handelt sich dabei um das thailändische Neujahr (auch in anderen Länder in Südostasien), welches normalerweise vom 13. bis zum 15. April gefeiert wird. In Chiang Mai ist jedoch der einzige Ort, die eine ganze Woche (sprich vom 11. bis zum 17. April) feiern. Das Fest an sich wird auch Wasser-Festival genannt, weswegen ihr euch vielleicht schon vorstellen könnt, was sich da abspielt. Historisch gesehen werden die Leute mit einer kleinen Menge Wasser über dem Kopf von ihren Sünden gereinigt. Die „rituellen Waschungen“ haben sich im Laufe der Geschichte dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen. Es entstehen auf den Straßen somit regelrechte Wasserschlachten, die vom Morgen bis zum Abend andauern. Wasser wird von offenen Wagen, auf denen die Feiernden Wassertonnen transportieren, von Leuten am Straßenrand und von Gebäuden „geschossen“. Dabei nutzt man Wasserpistolen, Eimer und Flaschen, die man kostenlos an Wasserhähnen oder in Flüssen immer wieder nachzufüllen kann. Außerdem wird man mit einer Art Puder bestäubt, bzw. im Gesicht damit bemalt. Ein paar andere Leute und ich haben uns am 13.4. jeweils eine Wasserpistole gekauft und waren etwa 6 h auf dem Hauptplatz unterwegs, um uns mit anderen Leuten zu messen. Man das war ein verdammt großer Spaß und kostet einem viel Ausdauer. Auch am nächsten Tag „prügelten“ wir uns wieder mit Wasser. Ich kann nur jedem raten, der jemals in dieser Zeit in dieser Gegend ist, begebt euch nach Chiang Mai und fühlt euch für wenige Tage wieder wie im Kinder-Paradies :) Es war ein einmaliges Erlebnis und bis jetzt das beste Festival, was ich erlebt habe. Um das alles noch deutlicher zu zeigen, habe ich auch ein Video hochgeladen, welches ihr euch unbedingt anschauen müsst, ansonsten versteht ihr nicht 100%, was da los ist. Und falls irgendjemand in dieser Zeit trocken durch die Stadt kommt, dem gebe ich 100 € :P

Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai Chiang Mai

 

 

Am 15.4. machte ich mich auf in den Norden von Chiang Mai. Ich hatte eine 3-tätige Tour mit einem Führer durch eine entlegene Gegend gebucht. Zunächst stand aber Elefantenreiten auf dem Programm. Es war eine schöne Erfahrung, jedoch taten mir die Tiere etwas leid, da diese nicht gerade glücklich aussahen. Und wenn man sich mal vorstellt, ein solcher Brocken verliert das Gleichgewicht und landet auf der Seite, sodass man etwa 3 m fällt, dann wird einem schon etwas mulmig :D Nach einem halbstündigen Ritt durch das Gelände und einen Fluss, setzten wir unsere Reise fort. Am Mittag setzte uns der Fahrer dann ab und wir mussten unseren Weg zu Fuß tätigen. Wir liefen an einigen schönen Wasserfällen entlang, in denen wir auch schwimmen konnten. Gegen Abend erreichten wir unsere Unterkunft, welches aus einem einfachen Holz- und Strohhaus bestand. Das Abendessen wurde von unserem Führer mit einfachen Zutaten über einer Feuerstelle gekocht und danach ließen wir den Abend am Lagerfeuer mit Gitarre und Singen ausklingen. Begleitet wurden wir am Lagerfeuer von weiteren Einheimischen, u.a. eine Menge Kinder, die voll erstaunt waren über uns. Der 2. Tag war hauptsächlich mit Wandern verplant, wobei wir an einigen, schönen Wasserplätzen rast machten und eine „Dusche nahmen, da es verdammt heiß war. Am Abend erreichten wir unsere zweite Unterkunft, die ebenfalls wie die erste aufgebaut war. Nachdem von unserer Gruppe viele bereits frühzeitig schliefen gingen, machte ich mich mit 3 anderen auf den Weg zur anderen Flussseite, wo sich andere Reisegruppen befanden. Wir relaxten bei Kerzenlicht und einigen Rätseln mit Streichhölzern, die von den Einheimischen gefragt wurden. Am letzten Tag wurde eine weitere Wanderung bis zum Mittag vollzogen. Danach stand noch eine Bambusfahrt auf einem Fluss an. Da weiterhin Songkran war, befanden sich unendlich viele Thailänder am und im Fluss, und die Fahrt artete erneut in einer riesigen Wasserschlacht aus. Was will das Kinderherz mehr :) Am Abend wurden wir zurück zum Hotel gebracht. Auf jeden Fall sich der der Trip durch den „Dschungel“ gelohnt und ich habe viele neue Sachen gelernt und erlebt. Außerdem waren die Thais dort so freundlich, u.a. gaben sie uns kostenlos zu essen und trinken.

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Da mein Zug erst am nächsten Tag zum späten Nachmittag ging, nutzte ich die letzte Chance in  Thailand für eine weitere Massage. Diesmal bestellte ich eine Ölmassage, wobei ich für umgerechnet 8€ eine einstündige Wohltat erhielt. Schon alleine für die Massagen vermisse ich Thailand ;) Außerdem musste ich noch ein Passfoto machen lassen, da ich für das Visum in Kambodscha eins benötige. Wie bereits erwähnt, machte ich mich um 17.30 mit dem Zug nach Bangkok auf. Nach einer 15h-Fahrt erreichte ich Bangkok und um 10 Uhr nahm ich dann den Bus zur Grenze Thailand-Kambodscha. Da die Busfahrt länger dauerte als erwartet, überschritt ich die Grenze nach Kambodscha erst gegen 18 Uhr. Das Visum selber kostet 20€. Vielleicht noch am Rand. An dieser Grenze gibt es eine sogenannte „Niemandsland“, sprich es ist neutral und gehört keinen von beiden. Dort befinden sich mehrere Casinos, in denen sich um die 90% Thais befinden, da Glücksspiel in Thailand selber verboten ist. D.h. die Thais fahren da vor allem am Wochenende hin, um ihre eingenommenen Scheine zu verbraten :D Nach insgesamt 28 h erreichte ich dann gegen 21 Uhr endlich mein Guesthouse in Siem Reap, wo ich mich zurzeit noch befinde, jedoch morgen weiter Richtung Phnom Penh fahre. Phnom Penh ist die Hauptstadt von Kambodscha. Dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag.

Insgesamt hatte ich eine super Zeit in Thailand und man kann ohne Probleme innerhalb des Landes reisen. Die Leute sind stets freundlich, jedoch weiß man nie, ob sie einem weiterhelfen können, da oft die Sprachbarriere ein Problem darstellt. Aber zur Not unterhält man sich halt mir Händen und Füßen. Das Thai-Essen ist auch sehr zu empfehlen und man kann alles möglich am Straßenrand kaufen. Dort bezahlt man dann für eine gute Mahlzeit etwa 1 €. Aber auch in den Restaurants und Bars sind die Preise sehr moderat. Außerdem findet man alles möglich in Thailand. Von der Metropole Bangkok über herrliche Inseln im Süden bis zu alten, historischen Orten im Norden. Mein Besuch hat sich definitiv gelohnt, jedoch ist es sicher nicht der perfekte Ort, um mehr über das Leben in Südostasien zu erfahren, da es sehr touristisch ausgelegt ist.

Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr habt endlich besseres Wetter in Deutschland. Ich wünschte mir hier ab und an ein paar Grad weniger :D

Liebe Grüße

Euer Kay

Neuseeland :)

Dienstag, 19.03.2013

Heute folgt der vorerst letzte Eintrag in meinem Blog, da ich nicht weiß, wann ich zum Schreiben des nächsten komme. Eigentlich zählt dieser auch nicht mehr wirklich unter Australien, da ich das Kapitel ja bereits geschlossen habe. In diesem Abschnitt möchte ich euch mehr über meine 3 Wochen in Neuseeland berichten. Das Kapitel startete zunächst etwas holprig. Als ich am Flughafen in Melbourne einchecken wollte, fragte mich die nette Damen hinterm Schalter, welches den man nächstes Reiseziel wäre. Ich meinte zu ihr, dass es womöglich Thailand werden wird, jedoch ich noch keinen Flug aus Neuseeland heraus gebucht habe, was ich da machen möchte. Da teilte mir die Dame mit, dass ich ein Flugticket aus Neuseeland heraus brauche, ansonsten könnte ich nicht in Neuseeland einreisen. Man war ich für ein paar Minuten fix und fertig, jedoch besann ich mich wieder recht schnell. Die einzige Möglichkeit wäre, ein Ticket so schnell wie möglich zu kaufen. Da ich bereits 3 h vorher da war, hatte ich nun noch etwa 1 h. Jedoch fühlte sich diese Stunde als sehr schnell an, da die Internet-Verbindung am Flughafen nur sehr langsam war. Schlussendlich fand ich einen recht günstigen Flug von Auckland nach Singapur über Melbourne. Am darauffolgenden buchte ich noch den Flug von Singapur nach Phuket, da ich ja bereits in Singapur war. Ich konnte somit noch rechtzeitig einchecken und befand mich auf dem Weg zum Gate. Da dieser recht weit entfernt war und ich noch eine Flasche Jägermeister, welche für beide neuseeländischen Freunde gedacht war, ersteigerte, war ich nur wenige Minuten vor der Schließung des Gates im Flugzeug. In Auckland am Flughafen erwartete mich dann eine weitere Überraschung. An meinem Backpack fehlte ein Beutel, den ich befestigt hatte. Es handelte sich zwar nur um ein Handtuch und mein Schlafsack, jedoch war es trotzdem eine unschöne Situation. Nach wenigen Minuten fragte ich beim Flughafenpersonal nach und nach weiteren 5 Minuten hatten sie meinen Beutel gefunden. Mehr konnte in den ersten Stunden eigentlich nichts schiefgehen. Danach lief aber alles nach Plan. Ich wurde von Victor, welcher der Bruder von einer sehr guten Freundin meiner Mum und Micha ist, und seiner Frau abgeholt und wir fuhren direkt zu ihrem neuen Haus. Das ist wirklich ein großes und verdammt schickes Gebäude. Ich habe sogar mein eigenes Zimmer bekommen. Am Freitagabend waren ein paar Freunde von der Familie zu Besuch und wir unterhalten uns über alles Mögliche. Natürlich war Deutschland und ich ein sehr gefragtes Thema, sodass ich zu sehr vielen Themen mein Beitrag leisten durfte :) Die Familie hat zudem zwei Söhne, wobei der eine auch im Haus lebt und 23 ist, der andere ist 22 und lebt in LA. Der Ältere traf sich nach dem Essen mit 2 Schulfreunden, die beide sehr nett und lustig waren, auf ein Bierchen und er lud mich ein, mit Ihm zu kommen. Das Angebot konnte ich natürlich nicht ablehnen. Somit hatte ich einen sehr schönen ersten Abend in NZ (New Zealand = Neuseeland). Am nächsten Morgen nahm brachte mich Victor in die Stadt. Dort besuchte ich die Touristeninfo und schaute mir ein paar Stunden die Innenstadt an. Außerdem traf ich mit am Nachmittag mit Hannah, einer Irländerin, die ihr Working-Holiday-Visa für NZ hat und Interesse gezeigt hatte, sich ein Auto gemeinsam zu mieten und herum zu reisen. Es sollte uns eine dritte Person, Trevor, ein Engländer und Freund von Hannah, begleiten. Wir sprachen über unsere Pläne und konnten nach etwa 15 min von beiden Seiten zustimmen, dass wir zusammen Reisen werden. Am Abend buchte ich noch das Auto ab Montag, den 4.3., für 2 Wochen. Es handelte sich um einen Nissan Bluebird mit Automatikgetriebe, was mir zunächst nicht so zusagte, jedoch im Verlaufe der Reise einiges leichter gemacht hat, da ich die gesamte Zeit fahren musste. Grund war, dass beide keinen Führerschein hatten. Aber im Nachhinein war ich auch ganz froh, gefahren zu sein, dass es oft viel Spaß gemacht hat. Am Sonntag hatte ich noch einige organisatorische Dinge zu erledigen und traf mich am Nachmittag mit einer weiteren Person, die Interesse hatte, mit uns zu fahren. Zum Glück entschied sich die Person dafür, etwas später zu reisen, da im Verlaufe unseres Trips der gesamte Kofferraum sowie ein Rücksitz mit Gepäck vollgepackt waren. Außerdem zeigte mir Victor den Mt. Eden direkt in Auckland, welcher ein nichtaktiver Vulkan ist und eine super Aussicht über die Stadt ermöglicht. Am Montagmorgen traf ich mich dann mit Hannah und Trev, den ich vorher noch nicht gesehen habe, da dieser direkt aus England erst am Tag zuvor angekommen war. Nach ein paar Formalitäten ging es auf die Straßen und in Richtung Rotorua, unserem ersten Reiseziel. Zuvor machten wir noch einen Stopp in einem riesigen Einkaufszentrum, da wir sowohl noch einige Utensilien (Gaskocher, Pfanne, Campingzeug, …) als auch Lebensmittel einkaufen mussten. Nachdem dies erledigt war, konnte unsere Reise schlussendlich starten :) In Rotorua angekommen, stach uns zunächst der ungeheure Schwefelgeruch in die Nase. Der Grund sind die thermalen Aktivitäten im Erdreich. Dadurch bilden bzw. bildeten sich viele kleine Wasserlöcher, die teilweise so kochend heiß sind, dass das Wasser in großen Mengen verdampft. In einigen Bereich ist die Temperatur sehr angenehm und man kann gegen einen bestimmten Geldwert in heißen Pools entspannen. Außerdem befindet sich gleich in der Nähe eine weitere Attraktion. Es handelt sich dabei um einen Park, der ebenfalls Eintritt kostet, wo man den größten Geysir, dem Pohutu Geysir, der südlichsten Hemisphäre betrachten kann. Dieser kann an guten Tagen bis zu mehr als 10 m in die Höhe schießen. Dieser ist zwar nicht kontinuierlich, jedoch aller 20 min bricht er für wenigstens ein paar Minuten aus. Außerdem wird einem gleichzeitig mehr über die Maori, die Ureinwohner NZ, erzählt und es gibt kleinere Shows. Zugleich konnten wir das Nationaltier der Neuseeländer sehen, dem Kiwi. Diesen flugunfähigen Vogel kann man so gut wie nicht in der freien Wildbahn sehen, da die Tiere unglaublich scheu und nur nachtaktiv sind. Im Park leben zwei Exemplare. Dieser Vogel ist der Grund, warum wir die Frucht Kiwi so nennen, da die Kiwifrucht eine Ähnlichkeit mit dem Vogel hat. Des Weiteren  hören die Neuseeländer selber auf den Namen „Kiwi“. Leider konnten wir im Gehege keine Fotos machen, da die Tiere sehr empfindlich sind. Aber ihr könnt euch ja einfach im Internet ein paar Fotos anschauen.

Rotorua Geysir (höchster in südlicher Hemisphäre)

Noch am selben Tag fuhren wir in den Tongariro NP, welcher einer der Drehorte für die „Herr der Ringe“-Trilogie war.

Tongariro NP (Herr der Ringe)

Dort verbrachten wir auch die erste Nacht. Im vornherein hatten wir uns entschieden, zu campen, da es deutlich günstiger ist. Ich hatte mein eigenes Zelt und die beiden anderen hatten eins zusammen. Jedoch war diese Nacht sehr ungemütlich und kalt, da ich nur meinen dünnen, günstigen Schlafsack aus Dtl. mit mir hatte. Auch die anderen beiden hatten keine gute Nacht, sodass der Morgen nicht sehr angenehm war. Wir machten eine kleinere Wanderung von 2 h am Rande des NP, da wir bereits die Fähre von der Nordinsel zur Südinsel für denselben Abend gebucht hatten. Die Fahrt dahin entpuppte sich länger als geplant und wir waren etwa 1 h vor dem „letzten Check-in“ in Wellington, von wo die Fähre ablegt. Da wir alle noch Bedarf an neuen Campingsachen hatten, fuhren wir schnell in die Innenstadt, um diese zu besorgen. Ich hatte sehr viel Glück und konnte den letzten Schlafsack, der für Temperaturen bis 0°C ausgelegt war, zum reduzierten Preis ergattern. Nun folgte das eigentliche Problem, da wir voll in die Rush-Hour gekommen waren. Etwa 5 min nach dem „letzten Check-in“, welcher 1 h vor dem Ablegen der Fähre erfolgt, erreichten wir die Fähre. Nun dachte ich, dass es zu spät ist und wir eine neue Fähre buchen müssen. Jedoch konnten wir noch ohne Probleme mitfahren und der man im Häuschen ergänzte, dass insgesamt etwa 30 min vor Abfahrt die Tore vom Check-in geschlossen werden. Es trat beim Einchecken noch ein weiteres Problem auf, da Hannah für sich und Trev den falschen Tag gebucht hatte, sprich den vorangegangen Tag. Somit mussten sie nochmal 110$ bezahlen, um diese Fähre zu nehmen. Ich hatte bereits am Samstag die Fähre für das Auto und mich gebucht, sodass keinerlei Probleme auftraten. Die Überfahrt dauert etwas mehr als 3 h und man kommt auf der Südinsel in Picton, einem kleinen Nest, an. Von da fuhren wir noch die paar Kilometer bis zum nächsten Campingplatz und konnten sowohl eine ruhige als auch warme Nacht  genießen. D.h. der neue Schlafsack hat auf jeden Fall seine Pflicht sehr gut erfüllt, und zwar für die gesamten 2 Wochen. Der darauffolgende Tag war hauptsächlich mit Fahren verplant. Wir nahmen die Strecke zur Westküste der Südinsel und stoppten in ein paar kleineren Aussichtsplattformen.

Westküste der Südinsel

Unser nächstes Ziel war der „Franz Josef Gletscher“, welcher sich in den Southern Alps von NZ befindet. Am Vormittag liefen wir die knapp 1 h vom Parkplatz bis zum Beginn des Gletschers. Auf den Gletscher selber kann man zwar gehen, jedoch wird dringend davon abgeraten, da schon viele Leute aufgrund der Unterschätzung der Gefahr verunglückt sind. Am Nachmittag fuhren wir zum zweiten, sehr bekannten Gletscher, dem Fox Gletscher. Diesen schauten wir uns ebenfalls an. Es ist schon sehr imposant, wenn man diese riesen Eisberge sieht, um die sich ringherum grüne Berge befinden. Es ist somit schon unterschiedlich zu den Gletschern in den europäischen Alpen. Nachdem wir uns die Gletscher am Tag zuvor von der Entfernung angeschaut hatten, ging es am Freitag, den 8.3. mit einem Guide auf den Fox Gletscher. Diese Tour hatten wir bereits einige Tage vorher gebucht und beinhaltete neben dem Laufen auf dem Gletscher auch das Eisklettern. Wir waren insgesamt zu fünft: der Guide, ein anderer Deutsche und wir drei. Zunächst fanden wir uns in Büro der Agentur ein und bekamen das notwendige Equipment, welches aus Kletterschuhen mit Steigeisen, Eispickel, Helm, wasserfesten Jacke, Handschuhen, Rucksack, Seilen und Gurten bestand. Kurz bevor wir das Eis bestiegen, mussten wir die gesamte Ausrüstung anlegen. Das dauerte schon eine Weile und als Laie hat man da so seine Probleme :D Danach ging es auf den Gletscher. Zunächst liefen wir etwas und nach ca. einer Stunde erreichten wir eine Eiswand, die nun zum Eisklettern gedacht war. Der Guide fixierte zunächst noch die Eisschrauben und Seile und danach ging es los. Wir hatten zwei verschiedene Wände. Jeweils 2 Personen nahmen eine Wand. Eine Person kletterte dabei und die andere war für die Sicherung zuständig. Nach etwa 3 h an dieser Stelle machten wir uns auf zweite Herausforderung auf. Dabei wurden wir zunächst 10 m abgeseilt und wenn wir wollten, wurden wir noch weiter herunter in ein etwa 10 m tiefes Loch gelassen. In dem Loch selber befand sich ein kleiner, sehr schöner Wasserfall. Nach dem erfolgreichen Abseilen, welcher der einfachere Teil war, mussten wir nun die 90°-Eiswand nach oben klettern. Das war definitiv noch einmal ein etwas größerer Adrenalinschub als das Klettern an einer einfachen Eiswand, die nur so um die 8 m hoch war. Nachdem jeder einmal abgeseilt wurde, ging es zurück zum Büro. Insgesamt muss ich sagen, dass es verdammt viel Spaß macht, aber es ist auch total anstrengend und man hat eine Menge Adrenalin im Blut. Man weiß zwar, dass man abgesichert ist, jedoch ist bekanntlich Kontrolle besser als Vertrauen, sodass man möglichst alles alleine schaffen möchte! Als Anfänger nutzt man sehr oft mehr seine Arme mit den Eispickel und weniger seine Beine. Daher merkt man nach einige Minuten an der Wand, dass das verdammt schwierig ist. Der Guide zeigte uns, dass man mit den Beinen deutlich mehr arbeiten muss, da diese viel mehr Kraft und Ausdauer haben. Er meinte aber auch, dass alle Anfänger diesen Fehler machen. Es war ein einmaliges Erlebnis, was man so sicher nicht bald wieder macht! Ich kann nur jedem ans Herz legen, dass man es einmal in seinen Leben gemacht haben sollte.

Franz Josef Gletscher Franz Josef Gletscher Fox Gletscher Fox Gletscher Southern Alps Southern Alps am Morgen Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher Eisklettern am Fox Gletscher kleines Bad am Fox Gletscher :)

Nach einem erlebnisreichen Tag fuhren wir weiter Richtung Queenstown, welches wir am darauffolgenden Tag am Mittag erreichten. Kurz davor ereignete sich noch ein kleiner Unfall. Wir waren auf einer Schotterpiste unterwegs und vor uns waren 2 andere Autos, die extrem langsam unterwegs waren. Nach wenigen Sekunden entschied ich, diese zu überholen. Da sie fälschlicherweise auf der rechten Seite fuhren, versuchte ich sie auf der linken Seite zu überholen. Nachdem ich am ersten Auto bereits vorbei und neben dem Anderen war, kam dieses auf einmal auf die linke Seite hinüber. Da ich einen direkten Crash verhindern wollte, fuhr ich weiter nach links in einen etwa 50 cm tiefen Graben. Nach einem etwas holprigen Ritt, aber keiner direkten Berührung mit anderen Autos, kamen wir zum Stehen und die anderen auch. Sie erkundigten sich, ob alles okay war. Lustiger weise waren sie auch Deutsch. Wir schauten uns unser Auto an und das einzig sichtbare war, dass sich die Plastik an der hinteren, linken Ecke abgelöst hatte. Somit nichts Weltbewegendes und Glück im Unglück. Außerdem mussten wir keinerlei Schadensbericht abgeben, da unser Auto Vollkasko besaß. Sie meinten am Ende noch, dass sie mich überhaupt nicht gesehen haben, da aufgrund der Schotterpiste die Sicht nach hinten beschränkt war. Somit hatten am Ende aus meiner Sicht beide eine Teilschuld :) In Queenstown relaxten wir am Nachmittag ein wenig und buchten eine Kajakfahrt am Milford Sound, das nächste Ziel unseres Trips, und einen Bungee Jump am Tag darauf. Nach einer längeren Fahrt und einer kurzen Nacht erreichten wir den Milford Sound am Morgen. Unsere Kajaktour startete gegen 9. Wir bekamen die notwendige Ausrüstung, u. a. eine sogenannte Spritzdecke, die das Eindringen von Wasser ins Kajak verhindern soll und wie ein Rock aussieht,  Thermounterwäsche, Schwimmweste und Doppelpaddel. Es wurden noch ein paar Trockenübungen ausgeführt und danach ging es endlich ins Wasser. Bei der Fahrt handelte es sich um eine sehr ruhige und relaxte, d. h. es war mehr zum Entspannen gedacht. Wir saßen in 2er Kajaks und ich hatte die Ehre, mit dem Guide zu fahren, was sich im Nachhinein als Nachteil erwiesen hat, da dieser recht wenig mitgepaddelt hatte :D Vielleicht noch was zum „Sound“ selber. Eigentlich müsste es „Milford Fjord“ heißen, aber die Neuseeländer haben es zunächst falsch benannt und wollten es im Nachhinein nicht mehr ändern ^^ Wie auch immer…es ist schon sehr beeindruckend, wenn man auf diesen Fjord entlang paddelt und sich neben einem etwa 2000 m hohe Berge mit Schnee befinden. Nachdem unsere Tour zum frühen Nachmittag vorbei war, entspannten wir noch ein wenig am Fjord und machten uns später auf zurück nach Queenstown.

 

 Milford Sound Milford Sound Pinguine am Milford Sound Milford Sound Milford Sound und ich ;) Mirror Lake

Dort folgte am Montag, den 11.3., ein weiteres Highlight meiner Reise. Wir durften Bungee Jumpen gehen. Wir wurden vom Reiseveranstalter von Queenstown mit einem Bus zum etwa 40 min entfernten Sprungort gefahren. Wir waren die ersten an diesen Tag. Man half uns mit unserer Ausrüstung, sprich dem Sicherheitsgurt, und danach fuhren wir mit einer kleinen Gondel zu der Plattform, wo sich der Sprung schlussendlich von 134 m (12 höchster Bungee der Welt) ereignete. Schon alleine die Aussicht über das Tal und die Gondelfahrt hatte für einen ordentlichen Adrenalinschub gesorgt. Die Plattform selber hatte eine Menge Plexiglas, sodass man fast jeden Winkel vom Tal überblicken konnte. Zunächst sprang eine andere Person vor mir. Ich war an zweiter Stelle und heilfroh, da ich es zunächst einfach hinter mir haben wollte. Das schlimmste ist nämlich, die ganze Zeit darauf zu warten, dass es endlich losgeht! Nachdem sie mir alle relevanten Sicherungen angelegt hatten, war die Zeit gekommen, mich ins Glück (Unglück?) zu stürzen. Man hatte eine kleine Planke, auf die man sich bis zum Rand stellen musste. Zunächst waren die Schritte größer, wurden dann aber immer kleiner. Man fühlt sich in diesen Moment so ein wenig wie auf einem Piratenschiff, wo der „Verbrecher“ in den Tod geschickt wird…Gott sei Dank habe ich überlebt :D Man darf sich von der Planke nicht einfach nach vorne fallen lassen, sondern muss ein wenig springen, wie man es vielleicht auf dem einem Bild ganz gut erkennen kann. Wenn man aber einmal springt, ist das Gefühl einfach nur noch phantastisch und man fühlt sich für wenige Sekunden einfach frei! Nach diesem ersten Sprung wollte ich am liebsten gleich noch einen zweiten nachlegen, da nun die gesamte „Verunsicherung“ und auch die wenige „Angst“ weg sind, jedoch war schon ein Sprung sehr teuer. Hannah durfte nach mir Springen, Trev jedoch wollte sich das nicht „antuen“. Ich hatte neben dem Bungee Jump noch eine weitere Attraktion gebucht, und zwar der den sogenannten Swing. Dieser ist eine Art überdimensionale Schaukel und ist der größte Swing der Welt. Ich entschied mich dazu, diesen rückwärts zu probieren (siehe Foto). Insgesamt ist der Swing aber nicht so krass wie der Bungee Jump, da der einzig wirkliche Adrenalinschub der zunächst etwa 50 m tiefe Fall ist. Das Herumschaukeln ist dann nicht mehr der Rede wert. Trotzdem bin ich froh, dass ich beides gemacht habe :)

 

Bungee Jumping aus 134 m Bungee Jumping aus 134 m Bungee Jumping aus 134 m Bungee Jumping aus 134 m Swing aus 134 m :) Swing aus 134 m :)

Nach so einem ereignisreichen Vormittag war die Fahrerei am Nachmittag ein Kinderspiel. Zum Abschluss des Tages erreichten wir den Mt. Cook NP, in dem sich natürlich auch der Mt. Cook (höchster Berg Neuseelands mit 3800 m) selber befindet. Am nächsten Morgen machten wir uns zum Hooker Gletscher bzw. See auf, wo man den Mt. Cook noch besser sehen kann. Hin und zurück benötigten wir etwa 3h. Am See selber, der mit abgeschmolzen Eisbergen bzw. -Stücken versehen war, konnte ich ein sehr gutes Foto mit der Spiegel des Mt. Cooks im See machen. Leider war die Farbe des Sees eher grau aufgrund des angesammelten Drecks von dem umliegenden Bergen. Nachdem wir zurück zum Parkplatz kamen, liefen wir noch zu einem kleineren Lookout (Ausguck). Gegen Nachmittag fuhren wir dann noch zum Tasman Gletscher, der jedoch im Vergleich zu den vorhergehenden Gletschern eher klein und uninteressant ist.

Mt. Cook (höchster Berg NZ mit 3800 m) Mt. Cook (höchster Berg NZ mit 3800 m) Mt. Cook (höchster Berg NZ mit 3800 m) Mt. Cook (höchster Berg NZ mit 3800 m) Tasman Gletscher See Tekapo

Nach einer kalten Dusche (ich wollte zum einen keine 2$ für 5 min warmes Wasser bezahlen und zum anderen war es ein wirklich warmer Tag), ging es weiter Richtung dem Tekapo See. Wir bestiegen einen kleinen Hügel, von dem man das gesamte Areal, inklusive des Sees, Überblicken konnte.

See Tekapo

Den restlichen Tag nutzten wir zum Entspannen und in der Sonne aalen, da wir bereits unsere gesteckten Ziele erreicht hatten. Einen Tag verbrachten wir dann noch in Christchurch, da Trev am 15.3. von dort nach Hause geflogen ist. Die Stadt selber ist fast wie jede andere, jedoch war fast genau vor 2 Jahren an dieser Stelle ein schweres Erdbeben, welches vor allem die Innenstadt zerstört hat. Noch immer sind Teile dieser nicht öffentlich zugänglich und es wird eine Menge Energie in die Renovierung und den Wiederaufbau gesteckt. Ich besuchte den botanischen Garten und das Museum, welches u. a. eine interessante Ausstellung über vergangene Antarktismissionen zeigte. Nachdem wir die Nacht in einem Park in Christchurch mit unseren Zelten verbracht haben, lieferten wir Trev am Morgen zum Flughafen ab. Hannah und ich fuhren nun an der Ostküste, die deutlich unspektakulärer als die Westküste ist, in Richtung Picton, wo am Abend unsere Fähre zurück zur Nordinsel auf uns wartete. Wir machten noch in einem kleinen Dorf Pause, wo man eine Robbenkolonie antrifft.

Robben an der Ostküste :)

Diese lagen faul auf den Felsen und ließen sich selbst kaum von den Menschen stören. Nur wenn man wirklich auf einige Meter an sie herangekommen ist, haben sie sich beschwert und einen unfreundlichen Eindruck gemacht. Am Abend setzten wir dann nach Wellington über, wo wir die Nacht bei einer Freundin von Hannah verbrachten, welche sie in London kennengelernt hatte. Wir quatschte bis tief in die Nacht. Da der darauf folgende Tag ein Samstag war, konnte uns die Freundin ein wenig die Stadt zeigen. Auch hier wimmelt es so von Bergen und Hügeln, wo man sich die Stadt von oben anschauen kann. Zum Nachmittag hin ging unserer Trip noch einmal zum Tongariro NP, da wir am Sonntag eine der "schönsten alpinen Tages-Wanderstrecken der Welt" (laut einigen Reiseführern) erlaufen wollten. Leider war das Wetter am nächsten Tag so schlecht und die Sichtweite sehr eingeschränkt, sodass wir nach 30 min entschieden, die Aktion abzublasen und umzukehren. Eigentlich war es so gedacht, dass wir das Auto einen Tag länger haben wollten. Da wir nun aber die Wanderung abhakten, da auch die nächsten Tage keine Besserung der Wetterbedingungen in Sicht war, fuhren wir noch am selben Sonntag nach Auckland, wo wir ebenfalls in einem Park campten. Am Montagmorgen gaben wir das Auto zurück, wodurch wir uns die Kosten für einen extra Tag sparen konnten. Da mein Flug erst am Donnerstag, den 21.3., war, fragte ich vorsichtig bei Victor nach, ob es unter Umständen möglich wäre, noch 3 weitere Nächte bei ihnen zu bleiben, sodass ich kein Hostel nehmen müsste und ein paar Tage meine Privatsphäre habe. Er hatte keinerlei Probleme damit. Die nächsten drei Tage war ich damit beschäftigt, verschiedene Dinge zu erledigen, u.a. habe ich die erste Woche in Thailand geplant, meinen Backpack ausgemistet (viele warme Sachen habe ich bei Victor gelassen, der diese Bedürftigen spendet), Wäsche gewaschen, war mal wieder joggen und schließlich habe ich auch 2 Blogs geschrieben. Heute früh bin ich zum Flughafen in Auckland und bin nun auf dem Weg nach Phuket, wo ich nach thailändische Zeit etwa 9.30 ankommen werde. 

 

Insgesamt hatte ich eine wirklich superschöne Zeit in NZ. Ich habe verdammt beeindruckende Landschaften und viele tolle Tiere gesehen, einige Träume erfüllt (u.a. Bungee Jump in einem Tal und Eisklettern auf einem Gletscher), neue, nette Leute kennengelernt und meine Campingerfahrung in dieser atemberaubenden Natur verbessert. Außerdem hatten wir die gesamten 2 Wochen, die wir herumgereist sind, hervorragendes, warmes Wetter mit nur einem einzigen kleinen Regenschauer und viel Sonnenschein. Einen besonderen Dank muss ich natürlich noch an Victor und seiner Familie aussprechen, die mir großartig geholfen und mein Zeit in NZ deutlich vereinfacht haben. Da sie kein Deutsch können, werden sie es sicher nicht lesen, jedoch war es mir wichtig, dass ich sie erwähne. 

 

Viele Liebe Grüße an alle

Kay

Tasmanien - Entdecken und Genießen

Dienstag, 19.03.2013

So meine lieben Leserinnen und Leser :) Wie versprochen folgt nun der letzte Teil meines Abenteuers in Australien. Dabei möchte ich euch mehr von meiner Reise in Tasmanien und die letzte Woche in Melbourne erzählen. 

 

Wie bereits im letzten Blog erwähnt, verbrachten Joe, Emily und ich zwei Tage in Hobart, wo wir uns die Stadt und die Umgebung angeschaut haben (Joe und Emily waren beide englisch und mit den beiden bin ich durch Tasmanien getourt.) Wirklich erwähnenswert sind jedoch nur der Salamanca Market und das Museum of Modern Arts (MOMA). Der Markt ist jeden Samstag und man kann allerlei Sachen kaufen. Das MOMA ist erst ganz neu und man bekommt viele Infos über jedes Ausstellungsstück über ein iPhone, welches man am Eingang erhält.  Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass ich dennoch "alte" Kunst bevorzuge. Unser erstes Ziel war die Halbinsel „Tasman Peninsula“, wo sich Port Arthur befindet. Port Arthur war das Gefängnis in Australien, wo die Sträflinge mit den höchsten Strafen hin geschickt wurden und wuchs bis Ende des 19 Jahrhunderts, bevor es geschlossen wurde und die Gefangenen  in andere Gegenden verschifft worden. Da es Mitte Januar in Tasmanien so heiß und trocken war, kam es in verschiedenen Gegenden zu Buschfeuern, die war auch im Hostel durch den Rauch und den Gestank mitbekamen. Als wir auf den Weg nach Port Arthur waren, durchfuhren wir eine Gegend, die von den Feuern betroffen war. Dabei konnte man sehen, dass einige Leute sehr viel Glück hatten, da teilweise komplette Häuser unbeschadet neben komplett abgebrandeten Wäldern standen, und andere weniger. Jedoch hätte ich es mir viel schlimmer vorgestellt, da sehr viel in Tasmanien davon gesprochen wurde. Auf unseren Weg kamen wir noch an einem "Blowhole" und weiteren, interessanten Küstenformationen vorbei. Ein Blowhole ist eine Loch, wo Wasser durch einen unterirdischen Kanal getrieben wird und das Wasser an dem Loch nach oben gefeuert wird. Die Intensität hängt dabei vom Wellengang des Ozeans ab. Am Eingang von Port Arthur, welchen man bezahlen muss, jedoch dafür eine kostenlose Führung und eine kleine Bootsfahrt bekommt, erhält man eine Spielkarte und man kann das Leben der Person im Gefängnis verfolgen. Ich habe natürlich ein As bekommen :) Da wir erst am Nachmittag ankamen und so nicht alles geschafft hatten sowie der Eintritt immer für 2 Tage gültig ist, entschieden wir uns, dass wir den darauffolgenden Vormittag nutzen um uns den Rest der alten Stadt anzuschauen. Auch wenn Port Arthur schon seit über 100 Jahren geschlossen ist, bekommt man trotzdem ein guten Eindruck, wie die Leute, die hauptsächlich aus Großbritannien kamen, gelebt und sich gefühlt haben müssen.Zum Nachmittag hin brachen wir zu unserem nächsten Zwischenziel auf, welches am nächsten Tag in Angriff genommen wurde. Wir folgten der Straße an der Ostküste und schliefen an einem einsamen Strand, der eigentlich Privateigentum ist. Jedoch hat sich niemand gestört gefühlt. Ich liebe es, wenn man den leichten Wellengang des Meeres hört und dabei ganz sanft einschlafen kann :) Am darauffolgenden Morgen wurde früh gestartet, da die Personenfähre nach Maria Island bereits um 9 Uhr ablegte. In „Maria Island“ kann man nicht mit dem eigenen Auto fahren, sodass wir wie gesagt die Personenfähre nehmen mussten. Dort angekommen, liefen wir die Küste entlang zu den Klippen, wo man verschiedene Fossilien finden kann. Danach machten wir zum höchsten Punkt der Insel (700 m) auf. Da Emily seit ihrer Kindheit Probleme mit dem Laufen hat, entschied sie, im Dorf auf uns zu warten. Nach etwa 2h schweißtreibendem Aufstieg war es uns vorbehalten, diesen wunderschönen Ausblick zu genießen. Da im Gipfel ein ordentlicher Wind vorhanden war und es fast 300 m gerade nach unten ging, war es schon ein wenig ein mulmiges Gefühl. Aber der Ausblick und das Erscheinen eines Adlers, der nur wenige Meter von uns vorbei flog, hat die ganze Mühe vergessen gemacht. Zum späten Nachmittag nahmen wir die Fähre zurück zum Festland und setzten unsere Reise Richtung „Wineglass Bay“ fort. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf, diese herrliche Bucht zu bestaunen. Zunächst schauten wir uns diese von einem Aussichtspunkt an, ehe wir zum Strand liefen. Da ich etwas schneller als die beiden anderen war, spazierte ich den Strand bis zum Ende und kam denselben Weg zurück. Diese Bucht hat auf jeden Fall etwas sehr eigenes und gehört zu einer meiner Favoriten bis hierher. Wir erkundeten noch ein wenig die Gegend und setzten unsere Reise in Richtung „Bay of Fire“ fort. Nach einem schönen Lagerfeuer und einem Cuba-Libre am Abend, wurde der nächste Vormittag am „Bay of Fire“ verbracht. Den Namen hat diese Gegend von den Aborigines, die die Felsen aufgrund der gelblich-rötliche Farbe so nannten. Ich muss sagen, dass ich von diesem „Naturwunder“ enttäuscht war und mir etwas anderes vorgestellt habe, da man solche Felsen an vielen Orten mit Küsten betrachten kann. Noch am selben Tag erreichten wir Launceston. Zuvor sahen wir noch 2 Wasserfälle und nahmen 30 km Schotterpiste mit, was natürlich für Louis ein Klacks war :) In Launceston verbrachten Emily und Joe ein Tag in einem Hostel, wo sie ein ordentliches Bett vorfanden (den Rest der Zeit schliefen sie im Zelt). Der Anlass war Emily´s Geburtstag am darauffolgenden Tag. Jedoch ein weiterer, wichtiger Punkt war, dass wir alle eine Dusche benötigten :D Ich parkte Louis direkt vorm Hostel und verbrachte auch die Nacht ihm. Am Morgen begaben wir uns in ein schickes, kleines Café, wo wir alle das große, englische Frühstück bestellten und am Ende Joe die Rechnung beglich :) Den Rest des Tages relaxten wir in einem National Park gleich um die Ecke von Launceston mit kostenlosen Pool, einem großen See und einigen, kleineren Wanderstrecken. Die beiden aalten sich den ganzen Tag am Pool, wobei ich hingegen bis zum alten Wasserkraftwerk lief (berufsbedingtes Interesse, würde ich meinen ^^). Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, später auch ein paar Runden im Pool zu drehen. Nachdem wir genügend Energie, und Sonne, getankt hatten, ging unsere Fahrt weiter Richtung „Cradle Mountain National Park“. Nach einem netten Lagerfeuer am Rande eines Sees am Abend ging es am nächsten Morgen bereits um 6.30 aus den Matten, da wir bis zum Gipfel des Mt. Cradle (zweithöchster Berg Tasmaniens mit 1550 m) wandern wollten, welcher insgesamt etwa 6-8 h veranschlagt. Letzten Endes starteten wir unseren Aufstieg erst gegen 9.30. Wie bereits bei den vorangegangen Wanderungen konnte Emily die 700 m bis zum Gipfel nicht bewerkstelligen, sodass sie nur um den See herum lief und ein paar Skizzen zeichnete. Der gesamte Track war recht einfach, bis auf den letzten Kilometer zum Scheitelpunkt. Dort war es wirklich von Nöten, zwischen den einzelnen Felsen zu klettern. Das dauerte insgesamt etwa 1h und einige Leute kehrten auf halben Weg um, da es sehr anstrengend war. Aber auch hier hat sich mal wieder bewahrheitet, dass sich die ganze Mühe lohnte, da es wirklich Spaß gemacht hat und wir einen super Ausblick genießen konnten. Schlussendlich brauchten wir etwa 7h mit einigen Pausen für Trinken, Essen und Fotos. Zum späten Nachmittag fuhren wir dann weiter und schliefen erneut nahe eines Sees. Unser nächstes Ziel war der Mt. Field National Park. Auf dem Weg trafen wir Daniella und Kai, die die gesamte Runde in der entgegengesetzten Richtung fuhren. Schon im vornherein teilte mir Kai mit, dass sie dieselbe Fähre nach Melbourne nehmen würden wie wir. Daher war es wirklich ein Zufall, die beiden da anzutreffen. Zudem verbrachten wir die Nacht im Mt. Field NP auf einem Campingplatz und wählten zufällig genau denselben aus, den die beiden am Tag zuvor nutzten. Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht! Am Nachmittag wanderten wir ein wenig durch den NP und sahen ein paar kleinere Wasserfälle, die jedoch aufgrund des trockenen Wetters in den letzten Wochen recht wenig Wasser führten. Außerdem konnten  wir auf dem Weg die höchsten Hartholzbäume der Welt (Eukalyptusbäume) bestaunen. Diese sind etwa 90 m hoch und können bis 120-130 m erreichen, und gehören damit zu den höchsten Bäumen der Welt. Noch eine kleine Story am Rande. Als wir am Abend an einem Tisch saßen, stöberte ein Filander (englisch Pademelon) nur etwa 2 m entfernt von uns herum. Er suchte wohl nach Körner und Samen und hatte gefallen in dieser Ecke, da er etwa 3 h dort verbrachte. Nun zur eigentlichen Story. Als Emily und Joe duschen waren, war es bereits Dunkel. Ich saß alleine am Tisch und hörte ein Geräusch neben mir. Da nutzte ich meine Taschenlampe und sah ein Possum nur etwa einen halben Meter neben mir auf der Bank sitzen. Nach wenigen Sekunden war es verschwunden. Ein paar Minuten später hörte ich ein Geräusch neben dem Zelt und machte mich, zu schauen, was es ist. Ich sah keinerlei Anzeichen für ein Tier und bewegte mich wieder Richtung Bank und setzte mich hin. Nun kam das Geräusch direkt vom Tisch und ich leuchte in die Augen eines Possums, welches nun etwa 1 m entfernt auf unseren Tisch saß. Auf dem Tisch lag ein Apfel, der etwa genau in der Mitte lag. Nun brach eine kurze Pause für wenige Sekunden an, wo wir beide in die Augen des Anderen schauten und auf die nächste Reaktion des Anderen warteten. Ich hätte nun den Apfel einfach nehmen können, jedoch wollte ich sehen, was passiert. Da preschte der kleine Kumpel mit seinen Maul nach vorne, schnappte sich den Apfel und verschwand schnurstracks. In der Nacht sahen wir noch ein paar Possums auf den Abfalleimern sitzen, welche etwas geöffnet waren und somit einen Abendschnack für diese war. Unser letztes Ziel für unsere Reise war der Hartz IV ähh ich meine Hartz Mountain NP :D Da wir erst am Nachmittag angekommen waren, wollten die beiden nur eine kleinere Runde laufen. Ich entschied mich zunächst, zu dem See in etwa 3 km Entfernung zu laufen. Da ich einen guten Schritt hatte und bereits nach 30 min am See gewesen wäre, entschied ich mich kurzerhand um und machte mich auf, zum Gipfel des Mt. Hartz zu steigen. Mit Pausen benötigte ich für den gesamten Weg vom Parkplatz zum Scheitel und wieder zurück 3 h. Ausgeschrieben waren 4-5 h. Auch hier muss ich sagen, hatte ich einen wunderschönen Ausblick über die Gegend. Im NP befand sich des Weiteren ein sogenannter „Forest Airwalk“. Dabei handelt es sich um frei schwebende Brücken, die nur von einigen Stützen gehalten werden und an den Baumkronen entlang führen. Man betrachtet den Wald sozusagen von oben. Eigentlich kostet dieses etwa 25 $ Eintritt, wir nutzten jedoch einen Seiteneingang, da wir nicht bereit waren, für 30 min so viel Geld zu bezahlen :D Auf einem der Wege sahen wir dann eine Schlange. Ein älterer Mann erzählte uns, dass es sich um eine Tigerschlange handelt, welche die giftigste in Tasmanien und die dritttötlichste in Australien ist. Sie war gerade mal 40-50 cm lang, jedoch bereits nach 2 Wochen sind diese so giftig, dass sie einen Menschen innerhalb von 30 min töten kann. Normalerweise haben diese jedoch Angst vor Menschen und würden nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher machten wir einen riesen Bogen um diese Schlange. Ich muss sagen, dass es erst mein erstes giftiges Tier in freier, australischer Wildbahn war. Es war wirklich interessant, jedoch war ich froh, nicht mehr von dieser Art gesehen zu haben :) Da es nun Samstagmittag war und wir erst am Sonntagabend in Devonport sein mussten, um unsere Fähre am Montag, den 18.2., zu bekommen, entschieden wir uns, ein Picknick in Huonville zu machen. Außerdem war es gleich um die Ecke vom Hartz Mt. NP. Wir fragten bei den verbliebenen Leuten vom Hostel nach, ob sie uns Gesellschaft leisten wollen. Sie hatten am WE ebenfalls frei und so kam es zu einem kleinen Wiedersehen. Da wir einen Platz zum Schlafen brauchten, fuhren wir zum alten Hostel. Emily hatte noch 2 Tage gut und konnte diese somit nutzen. Ich fragte an, was sie verlangen wöllte für die eine Nacht in meinem Campervan, und sie sagte, es wäre kostenlos für mich, da ich ihr so super im und am Haus geholfen hatte. Freundlichkeit zahlt sich eben doch aus :) Wir hatten alle einen sehr lustig Abend und am nächsten Tag hieß es schon wieder auf Wiedersehen. Wir fuhren den gesamten Weg bis nach Devonport (etwa 5 h) und erreichten es am Abend, wo bereits Daniella und Kai warteten. Am nächsten Morgen war wieder früh aufstehen angesagt, da die Fähre bereits um 9 ablegte und wir etwa 2 h vorher dort einchecken mussten.

Forst-Airwalk Forest-Airwalk Tigerschlange Filander Eukalyptusbäume Eukalyptusbäume Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Cradle-Mountain Bay of Fire Bay of Fire Wineglass Bay Wineglass Bay Wineglass Bay Wombat Maria Island Zelten :) Tasman Peninsula schwarze Schwäne Port Arthur Port Arthur Port Arthur Port Arthur Hartz Mt. Launceston Launceston :)

Insgesamt hat sich die Reise durch Tasmanien total gelohnt. Die Landschaft und die Tierwelt sind atemberaubend und sehr unterschiedlich zum australischen Festland. Wir hatten die gesamten knapp 2 Wochen super Wetter in Tasmanien mit viel Sonnenschein und Temperaturen um die 20 °C. Vergleicht man das mit dem Wetter zwischen Dezember und Januar, war das wirklich super Timing. Außerdem hatte ich sehr angenehme Gesellschaft von dem englischen Paar, wodurch es zu einem lustigen und erfahrungsreichen Trip wurde. Leider war nun die Zeit in Tasmanien vorbei und es ging an die letzten Tage in Australien.

 

In Melbourne angekommen, erwartete uns eine Stadt, die am Tag 40 °C und eine 75 % Luftfeuchtigkeit aufwies. Auch die Nacht wurde nicht wirklich kühler, sodass das Schlafen ohne Klimaanlage fast schon zur Tortur wurde. Mein einziger Grund, warum ich nochmal nach Melbourne geschippert bin, war, dass ich dort größere Chancen als in Tasmanien für den Verkauf meines Vans sah. Bereits einige Tage vor der Ankunft stellte ich meine Annonce online. Ich spekulierte, dass ich mit 3500$ anfange, da ich schließlich den Van komplett neu gestrichen hatte, d.h. ich habe etwa 40-50 h in Tasmanien und 3 h in Melbourne damit verbracht, Louis zunächst komplett zu sanden, danach die erste weiße Schicht aufzubringen und auch noch eine zweite, weiße Schicht folgen zu lassen, da eine zu wenig war. Auch wenn es viel Arbeit war, dachte ich, dass ich ihn so schneller und mit höherem Preis verkaufen kann. Leider meldete sich keiner auf meine erste Annonce, sodass ich den Preis auf 3250$ reduzierte und auch einen Tag in Anspruch nahm, in etwa 20 Hostels in der Stadt zu gehen und einen Flyer auszuhängen. Es meldeten sich einige Interessenten, jedoch war auch da keiner wirklich dahinter. Am Freitag ließ ich Louis dann in einer Werkstatt durchchecken, sodass es für zukünftige Käufer möglich war, zu sehen, was definitiv gemacht werden muss. Die meisten Sachen waren bereits schon auf dem Zettel, bevor ich es gekauft habe. Da ich den Verkauf etwas ankurbeln wollte, kaufte ich am Montag, den 25.2. vier neue Reifen, da die anderen kaum noch Profil hatten, und gleichzeitig senkte ich den Preis auf 2850$. Nun meldeten sich einige Leute und ich traf mich am Dienstag mit 3 Franzosen. Da sich noch 2 Deutsche meldeten, sagte ich ihnen, dass sie sich Louis einige Minuten nach den Franzosen anschauen können. Die Franzosen waren sich einig, dass sie ihn für den Preis von 2850 nehmen würden. Ich sagte zu, dass sie ihn nehmen können. Kurz nachdem die Franzosen weg waren, kamen die beiden Deutschen und ich teilte ihnen mit, dass er leider vergeben ist. Wir quatschten trotzdem für ein paar Minuten und ich fragte sie, wo sie meine Annonce gesehen haben. Sie meinten im Hostel für die 3250$. Okay dachte ich mir, und fragte die beiden, ob sie mir die 3250$ bezahlen würden. Sie sagten ja und somit waren die Franzosen leider aus dem Spiel, da es schlussendlich um 400 $ ging. Außerdem war die Transferierung des Geldes von einem Deutschen auf anderes Deutsches Konto deutlich leichter. Am Mittwoch überwiesen sie mir das Geld und am Donnerstag waren die beiden offiziell Besitzer von Louis. Somit endete eine fast 8-monatige Zeit mit meinem treuen Weggefährten, der mich nie im Stich ließ und unglaublich viele, herrliche Dinge machbar machte. Ich verbrachte Mittwoch- und Donnerstagnacht meine ersten Tage in einem richtigen Hostel, sprich kein Working-Hostel. Und das nach 9 Monaten in Australien :D Nachdem alles mit den beiden am Mittwoch geklärt war, buchte ich außerdem meinen Flug nach Neuseeland, welches mein nächstes Reiseziel darstellte. Ich konnte einen recht billigen für Freitagmorgen, den 1.3., finden, was mir recht war, da ich so schnell wie möglich aus Australien raus und meine Reise in einem neuen Land fortsetzen wollte! In der Zeit in Melbourne konnte ich nicht viel erleben, jedoch habe ich eine Menge organisatorisches abgearbeitet und geklärt. Zudem war ich die beiden ersten Tage nach Ankunft in Melbourne noch mit Joe und Emily unterwegs, die zusammen mit Daniella und Kai am Mittwoch Richtung „Great Ocean Road“ fuhren. Am Montagabend, den 18.2., waren wir in einem Steakhouse und haben es uns richtig gut gehen lassen. Insgesamt haben wir zusammen 150$ ausgegeben, wobei für jeden ein Wein, das Steak und eine Soße einhalten waren. Auf jeden Fall hat sich diese Entscheidung gelohnt, da es eines der besten Essen in Australien war :) Außerdem waren wir Dienstagabend noch mit Daniella, Kai und Ben, der  sich immer noch Melbourne befand, in einem Brauhaus. Vielleicht noch ein kleiner Vermerk. Etwa 3 Wochen vor dem Großen Preis von Melbourne in der Formel 1 standen schon einige Tribünen und auch die Begrenzungen mit den Reifenstapeln am Albertpark. Diese Strecke bin ich mit meinem Van entlang geheizt ;)

 

So das soll es erst einmal wieder gewesen sein. Die nächsten Tage folgt der Beitrag zu NZ. Am Donnerstag ist dann mein Flug nach Phuket, Thailand, wo ich zwei Tage bleiben werde. Danach mache ich mich für 5 Nächte nach Koh Phangan, wo am 26.3. die „Full Moon Party“ stattfindet. Okay so viel dazu. Lasst es euch gut gehen und bis bald :)

Louis nach Louis nach Louis nach Louis nach Louis mit neuen Reifen mit Profil ;)

Liebe Grüße

Euer Kay

 

P.S.:Nachtrag von Trip mit Mum und Micha :)

schöne Zeiten :)

Tasmanien - Arbeiten und Leben

Donnerstag, 14.03.2013

Heute folgt der nächste Teil meines Blogs. Dabei möchte ich euch die Zeit im Working Hostel in Tasmanien etwas näher bringen. Am 21.11. nahm "Louis" und ich die Fähre von Melbourne nach Devonport, was in Tasmanien liegt. Die Überfahrt dauerte etwa 10h, jedoch startete die Fähre um 21 Uhr und man konnte daher die meiste Zeit schlafen. In Tasmanien angekommen, fuhr ich direkt zum Working Hostel, welches ich bereits einige Wochen vorher gebucht hatte. Ich nahm eine Route, die nicht die ganze Zeit am Highway entlang führt, da ich bereits ein wenig von der Landschaft sehen wollte. Insgesamt brauchte ich bis zum Hostel etwa 5h. Tasmanien ist nicht wirklich groß, aber Devonport liegt im Norden und das Hostel war im Südwesten. Nebenbei musste ich noch durch Hobart fahren. Hobart ist die Hauptstadt von Tasmanien und war die zweite Stadt in Australien nach Sydney. Dort besorgte ich mir noch einige Infos über Tasmanien und nach einer weiteren halben Stunde Autofahrt kam ich im Huonvalley an, welches dieses Gebiet bezeichnet. Auch unser Hostel gehörte dazu. Die größte "Stadt" in diesem Gebiet war Huonville, wo einige Einkaufsmöglichkeiten zu finden waren. Im Hostel angekommen machte ich Bekanntschaft mit der Besitzerin, Jayne. Sie ist Mitte 50 und sehr korpulent, jedoch hatte ich immer ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Mehr dazu im laufe des Artikels. Nach dem einchecken und dem organisatorischen Dingen suchte ich mir einen Stellplatz für meinen Van. Ich schlief die gesamte Zeit im Hostel in meinem Van, konnte jedoch die sanitären Anlagen, wie Duschen, Toiletten usw. in den Gebäuden mit nutzen. Dafür bezahlte ich 105$ pro Woche. In einer der Häuser mit Doppelzimmer lag der Preis bei 170$ pro Person. Die günstigste Variante war Zelten für 82$ pro Person. Außerdem waren 5 ausrangierte Campervans für 2 Personen verfügbar, jedoch musste dort jeder die 105$ bezahlen. Die gesamten Camper hatten eine eigene Küche. Ein Bungalow umfasste etwa 10 bis 15 Zimmer mit eigener Küche und Aufenthaltsraum. Insgesamt gab es davon 4 und eins nannten wir Asienhaus und das andere Italienhaus. Der Grund ist naheliegend, da in dem einen nur Asiaten und in dem anderen viele Italiener waren. Als ich dort angekommen bin, waren etwa 20 Backpacker im Hostel. Mitte Januar, als die meisten Leute da waren, stieg die Zahl auf mehr als 80! Da zu dieser Zeit nur wenige Camper da waren, habe ich die ersten Tagen fast ausschließlich im Italienhaus verbracht, wo ich auch insgesamt die meiste Zeit war, die Leute am besten gekannt habe und einige sehr gute Freunde gewonnen habe. Vielleicht kurz ein Überblick, weil diese Personen auch im laufe eine Rolle spielen. Aline (28-jährige Brasilianerin), Sara (23-jährige Italienerin), Cormac (28-jähriger Ire),Valerio (24-jähriger Italiener), Ben (19-jähriger deutscher), Joe (24-jähriger Engländer), Geremy (19-jähriger Französisch-Kanadier), Sandra (24-jährige deutsche),  Kai und Daniela (deutsches Paar und jeweils 23 Jahre) und einige mehr, die kleinere Rollen spielen. Am Ende interessieren euch die Namen sicherlich eh nicht wirklich :D Ist aber für meine Erinnerungen nützlich :)

Hügel am Hostel Hügel am Hostel

Als ich angekommen bin, gab es zunächst keinerlei Arbeit außer Erdbeeren pflücken, wo jedoch zu diesem Zeitpunkt auch keine zusätzlichen Leute gebraucht worden. Ich bin im Nachhinein dennoch glücklich, dass keine Plätze bei den Erdbeeren frei waren, da die Leute kaum etwas verdient haben. Im Schnitt konnte sie etwa 50-70 $ pro 8-9h verdienen, was also gerade einmal reicht, um die hostelmiete zu bezahlen, Lebensmittel zu kaufen und vll ab und an ein Bier zu trinken. Mit Geld sparen war da nicht viel! Jayne, die Besitzerin des Hostels gab uns neuen jedoch Bescheid, dass einige Leute ab Montag fürs "Apfelausdünnen" (apple-thinning) gebraucht werden. Da ich nicht die ganze Zeit etwas gelangweilt war, fragte ich an, ob ich im Hostel etwas arbeiten kann, um dafür die Unterkunft kostenlos zu bekommen. Von Freitag bis Sonntag half ich daher etwa 25h im Hostel. Meine Aufgaben waren Malern und Sanden von einem Zaun und einem Gebäude. Am Sonntag gab Jayne dann Bescheid, dass etwa 10 Leute bei den Äpfeln anfangen können, u.a. war ich auch dabei. Ich denke einmal, sie hat mich auch ausgewählt, da ich ihr so gut geholfen habe (für ein Stundenlohn von etwa 7$ :-| ). Somit begann die 4 Wochen mit den Äpfeln. Da die Farm gleich um die Ecke war, bin ich mit meinem Van dahin gefahren und habe noch Valerio und einen Franzosen, Gregoire, mitgenommen. Unsere Aufgabe war recht einfach. An einem Baum sind mehrere "Gebiete", in denen an einer Stelle sehr viele kleine Äpfel hängen. Als Beispiel nehmen wir an, dass 10 Äpfel an einer Stelle hängen. Nun muss man etwa 7-8 entfernen, damit die anderen 2-3 Äpfel genügt Platz haben und genügen Nährstoffe bekommen, um schlussendlich groß und gut schmeckend zu werden. Jeder Baum ist natürlich unterschiedlich und somit braucht man ca. 2-5 min pro Baum. Wir wurden darüber hinaus pro Baum bezahlt, was je nach Größe 1-2,5 $ einbrachte, wodurch ein Stundenlohn zwischen 16-20 $ heraus sprang. Wir arbeiteten jeden Tag 9 h mit eigenen Pausen außer sonntags und wenn es stark geregnet hat, dann hatten wir frei. Kurz vor Weihnachten hatten wir ein kleines BBQ vom Hostel aus. Direkt zu Weihnachten gab es dann eine riesige Feier, die von einige Leuten und mir organisiert wurde. Jeder konnte daran teilnehmen, jedoch war die Voraussetzung, dass man etwas beiträgt, sprich eine typische Mahlzeit bzw. Getränk aus dem jeweiligen Land. Ich habe zusammen mit Sandra Glühwein in einer großen Menge vorbereitet. Außerdem habe ich zwei sehr große Apfelstrudel gezaubert (übrigens das erste mal, dass ich einen solchen gemacht habe). Er war ein voller Erfolg :)

 

Weihnachtsessen Weihnachtsessen Weihnachtsessen

 

Da schon einer vollkommen ausreichend war, wurde der andere aufgehoben und zu Neujahr verspeist. In dieser Nacht bekamen mehrere Leute nicht viel Schlaf, da wir am nächsten morgen um 6.00 Uhr raus mussten. Grund dafür war ein geplanter Trip zu einer der berühmtesten Insel Tasmaniens, Bruny Island. Ich beteiligte mich mit meinem Van und nahm noch 3 Personen mit mir (Daniela, Kai und Suzi, eine Holländerin). Insgesamt waren wir 5 Autos, wobei schon ein paar andere Leute vor Weihnachten nach Bruny gestartet waren. Wir verbrachten 3 wunderschöne Tage da. U.a. unternahmen wir einige Wanderungen, hatten eine lustige Party am herrlichen Strand, hatten ein BBQ an einem anderen Strand, der nur so von Austern wimmelte und konnten eine "Pinguinparade" sehen. Ich selber probierte auch zum ersten Mal frische Austern und muss sagen, dass sie gar nicht so schlecht meckern, vor allem wenn man sie kostenlos bekommt und frische Limetten dabei hat :) Die Pinguinparade ist eine Wanderung der Pinguine vom Meer zu ihren Höllen, wo die Jungtiere auf ihre Eltern und das Futter warten. Pinguine gehen nämlich am Tag Fische fangen, welche sie zunächst essen. Nach der Abenddämmerung kommen diese dann an Land und füttern die Jungtiere, die in den Höllen warten und einen Mordslärm machen. Dabei stoßen die Erwachsenen den gefangen Fisch aus ihren Magen und ernähren somit ihre Jungen. Insgesamt war der Trip nach Bruny Island also ein voller Erfolg und total empfehlenswert.

 

Bruny Island Bruny Island Bruny Island Bruny Island Echidna auf Bruny Island Bruny Island Bruny Island Bruny Island Bruny Island Strand 30 km vom Hostel

 

Zurück im Hostel fing der Großteil der Leute an, in der Kirschfabrik zu arbeiten. Wir hatten bereits einen neuen Job für den 2.1., wodurch wir zunächst nicht da arbeiten. Somit hatte ich vor Neujahr einige Tage frei, die ich wiederum im Hostel nutze, um zu arbeiten, und ein wenig zu relaxen und die erlebten Dinge zu verarbeiten. Zu Silvester habe ich dann mit Joe, einem gelehrten Koch, zusammen für das Italienhaus gekocht, da die meisten Leute auch zu Silvester und Neujahr arbeiten mussten. Dennoch gab es eine schöne Sause ins Jahr 2013 :)

 

Silvesteressen

 

Im neuen Jahr starten  (Joe, Valerio, Geremy und ich) Kirschen zu pflücken. Da es nach 2 Tagen bereits am Donnerstag und am Freitag eine Pause gab, fragten wir bei unseren alten Arbeitgeber mit den Äpfeln an, ob sie uns für 2 Tage brauchen könnten. Sie bejahten und wir konnten somit genügen arbeiten. Am Freitag wurde dann nur bis um 12 gearbeitet, da dieser Tag der heißeste in der Wetteraufzeichnung von Tasmanien war. Bei uns konnte man 39,6 Grad C messen, in Hobart durchbrach man die 42! Wir nutzen den Nachmittag, um uns am Strand zu erfrischen. Am darauffolgenden Tag fuhren wir zu der Kirschfabrik, um uns dort nach Jobs zu erkundigen, da wir mit dem pflücken von Kirschen nur unter der Woche beschäftigt waren. In der Fabrik teilte man uns mit, dass wir immer am WE arbeiteten könnten, wenn wir bereit sind, in 2h bereits hier anzufangen. Wir nahmen das Angebot an und konnten somit zunächst immer Sam- und Sonntag zusätzlich Geld verdienen. Der Farmer mit den Kirschen teilte uns dann in der 2. Woche mit, dass wir die Kirschen bereits am Freitag fertig geerntet haben. Er bot uns an, ihm auf seiner Apfelfarm für etwa 18$ zu helfen. Jedoch fragten wir auch gleichzeitig am 2.WE in der Kirschfabrik an, ob wir Vollzeit arbeiten könnten, was zu unserem Glück auch erwünscht war. Daher arbeitete ich mit dem Großteil der Leute vom Hostel fast durchgängig (2 freie Sonntage)  vom 13.1. bis zum 31.1. in der Fabrik. Noch etwas zum pflücken von Kirschen. Der Job ist recht easy. Man hat einen Korb vor die Brust gespannt, der etwa mit 10 kg Kirschen gefüllt werden soll. Dafür bekommt man dann auch 10$. Am ersten Tag haben wir gerade so 2 Körbe pro Stunde geschafft. Am letzten waren wir so schnell, dass wir fast 3 Körbe erreicht haben, was nach Adam Riese zu etwa 30 $/h führt. In der Fabrik hatten wir dann ein Stundenlohn von 21,50 $, was bei etwa 9-11 Stunden am Tag sehr gutes Geld ist. Meine Aufgabe war es zunächst, den Leuten im sogenannten "Boxraum" zu helfen. D.h. wir mussten ganz altmodisch Pappboxen falten, mit einem Plastikbeutel bestücken und ein Saugpapier (Aufnahme der Flüssigkeit der frisch, gewaschenen Kirschen) hinzufügen. Bei den Boxen handelte es sich um 5 oder 20 kg. Nachdem die Vorarbeit geleistet war, mussten die Boxen in einem Raum transportieren werden, wo sie mit den Kirschen von anderen Mitarbeitern gefüllt worden. Im Schnitt hatte man so 10 bis 15 Boxen in einer Hand, also gar nicht so einfach zu balancieren und zu tragen nach 8h! Nebenbei mussten die Leute, die die Boxen gefertigt haben, auch ab und an Kirschen sortieren, vor allem zum Ende hin. Diese Arbeit war die langweiligste, wurde aber von der Mehrzahl der Mitarbeiter durchgeführt. Dabei liefen die Kirschen auf einem Laufbahn entlang und man musste diese in sehr guten, guten und schlechten trennen. Die sehr guten blieben auf dem Band, die guten kamen in einen anderen Behälter und die schlechten wurden vernichtet. Für den Lohn ist das aber letzten Endes Pustekuchen :) Im Boxraum habe ich wie gesagt die meiste Zeit verbracht und auch einige australische Freunde, vor allem Studenten, die die Ferien genutzt haben, um Geld zu verdienen, gewonnen. Es hat oft sehr viel Spaß gemacht und wir haben viel Unsinn getrieben und über Gott und die Welt unterhalten. Außerdem habe ich mit Ben und Aline zusammen gearbeitet, mit denen ich vorher schon sehr gut befreundet war. Insgesamt haben circa 150 Leute in der Fabrik gearbeitet, größtenteils Backpacker aus Europa und Asien. Zum Abschluss der Saison am 31.1. gab es ein großes BBQ mit Getränken und Essen auf Kosten der Fabrik. In den gute 5 Wochen wurden über 1000t Kirschen sortiert, verpackt und versendet. Dies war ein neuer Rekord!

 

Boxen flaten :D Kirschfabrik Kirschfabrik Kirschfabrik Kirschfabrik Kirschfabrik Kirschfabrik Boxtransport ^^ Zelt für die Pausen während der harten Arbeit :D BBQ Boxraum-Crew :)

 

Am 28.1. wurde natürlich auch ein wenig mein Geburtstag im Hostel gefeiert, jedoch nix großes und recht relaxt, da wir ja arbeiten mussten.

 

Geburtstag

 

Die letzten Tage im Hostel brachen für mich und viele weitere nach Ende der Fabrik-Arbeit an. Bereits am Freitag, Samstag und Sonntag (1.2.-3.2.) verließen so viele Backpacker unser Hostel, dass es fast schon beängstigten ruhig war. Am Samstag machte wir (Kai, Daniella, Joe und ich) uns auf nach Hobart. Wir schauten uns den sehr berühmten Salamanca Marketa an, wo man alles mögliche ersteigern kann. Danach fuhren wir noch zum Mt. Wellington, der einen super Überblick über Hobart und die Umgebung gibt. Wie man sieht, hatten wir auch sehr viel Glück mit dem Wetter.

 

Mt. Wellington bei Hobart Mt. Wellington bei Hobart 

 

Am Dienstag, den 5.2., verliessen Joe und ich das Hostel, um am Nachmittag Emily, Joes Freundin, abzuholen. Gleichzeitig brachten wir Ben zum Flughafen, der Richtung Melbourne aufbrach. Wir verbrachten noch zwei Tage in Hobart und danach ging es daran, Tasmanien zu erkunden.

 

Abschiedsfoto :|

 

Insgesamt hatte ich eine super Zeit im Hostel und war auch sehr traurig, dieses zu verlassen, da es ein wenig mein zu Hause geworden ist und ich viele schöne Erlebnisse miterlebt habe. Außerdem waren noch einige sehr enge Freunde dort, die ich ungern verlassen habe. Aber wie das Leben nun mal so spielt, kann man sich nicht immer alles aussuchen. Natürlich habe ich mich im selben Moment gefreut, dass meine Arbeitszeit nun vorbei ist und ich nur noch reisen und erleben kann!

 

So das soll es von mir gewesen sein. Hoffentlich hattet ihr mal wieder Spaß beim Lesen. Übrigens musste ich eine neue Blogadresse erstellen, da mein Fotospeicher voll war ^^

 

Liebe Grüße an alle

Fühl euch gedrückt :)

Kay

Partyyyyyyyy :)TasmanienImpression :Deinfach nur gut Aussehen :)

Spiderman

 P.S.: Wir fuhren auch zu den naheliegenden Höllen :)

Höllen in der Nähe unseres Hostels Höllen in der Nähe unseres Hostels

 

Übrigens bin ich zur Zeit in NZ und habe schon einige verrückte Sachen erlebt. Am 21.3. geht es weiter Richtung Thailand. Ich werde wohl die nächste Woche meine Zeit in Australien vollständig im Blog haben, sodass ich wieder näher informiert seid.